Freitag, 31. Dezember 2010

Einen guten...

Rutsch ins Neue Jahr wünsche ich all meinen Lesern!
Zwar wollte ich noch Jahresrückblicken, aber das ist halt immer so eine Sache. Eigentlich sollte so ein Jahresrückblick ohnehin frühestens am 31.12., besser noch am 1.1. verfasst werden. Sei es drum.
Und überhaupt; eigentlich muss ich auch einmal eine Lanze gegen Silvester brechen. Diese bräsige Veranstaltung ist mir zuwider. Wenn überhaupt, dann sollte man das Neue Jahr im engen Freundeskreis begehen und zwar so unprätentiös wie möglich. Böller und Feuerwerkszeug... brauchen wir gar nicht darüber zu reden.
Alles über diesem Schwellenwert verdient meine Verachtung.

Montag, 27. Dezember 2010

27c3

Der 27c3, also der 27. Chaos Communications Congress, beginnt in knapp einer halben Stunde.
Eine super Zeit für Hacker, Nerds, Freaks, Geeks und solche die es werden wollen oder glauben es zu sein.
Ich freue mich auf vier Tage voller interessanter Vorträge.

Weiterführende Hinweis unter... LINK.
Die Live-Streams lohnen sich, so sie denn funktionieren.
Ach ja, und weiterführende Informationen zu den Live-Streams gibt es HIER.

Freitag, 24. Dezember 2010

Verkehrschaos

Irgendwas ist immer.
Da hört man auf den Rat der Verkehrs-"Experten" und fährt nicht am 23.12. um dem Verkehrschaos zu entgehen und verlegt statt dessen die Heimfahrt auf den 24.12. Diese Idee hatte natürlich nicht nur ich, sondern ungefähr alle anderen auch, weswegen am 23.12. das vorhergesagte Verkehrschaos ausblieb.
So weit so gut.
Dafür sind natürlich dann heute alle auf den Autobahnen. OK. Käme da heute nicht noch der Schnee dazu. Super. Hatten die Wetter-"Experten" auch für heute Abend vorausgesagt. Solche Nasen.

Zwar hab ich fast doppelt so lang für die Heimfahrt gebraucht als sonst, aber wenigstens hatte ich den Eindruck, dass alle recht vernünftig und wetterangepasst unterwegs sind. Und schließlich ist ja heute (hoho-I´m-dreaming-of-a-white-christmas-)Weihnachten und schneeweiße noch obendrauf.
Was lernt man sonst noch so draus? Eine geäußerte Prognose, die andere zum Handeln veranlasst ist im Zweifel schon wieder hinfällig.

Passende Musik:
Bob Dylan, I'll Be Home For Christmas;
Chris Rea, Driving Home For Christmas;
Tom Waits, Long Way Home

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Feuerkatastrophe in Konstanz

Vom einen Schwarzen Donnerstag (siehe den vorherigen Blogeintrag) zum nächsten: Es ist ein rabenschwarzer Tag für Konstanz.
Duzende Familien haben einen Tag vor Weihnachten ihr Zuhause verloren, Schaden in Millionenhöhe und ein unermesslicher Schaden für das Stadtbild. Die Ursache ist noch unbekannt (obschon es Spekulationen gibt, an denen ich mich nicht beteiligen werde); so oder so, das ganze ist sehr bitter. Erfreulicherweise ist (nach derzeitigem Kenntnisstand) keiner ernsthaft verletzt worden.

Ein Bild aus Richtung Marktstätte (also Osten)


Ein Bild aus Richtung Karstadt (Süden)


Ein Bild aus Richtung Bücherschiff (Westen)


Ein Bild aus Richtung Norden

Freitag, 17. Dezember 2010

Schwarzer Donnerstag

...es geht wieder mal um den Polizeieinsatz im Stuttgarter Schlossgarten am 30. September 2010.
Mit diesem Einsatz beschäftigt sich nun auch ein Untersuchungsausschuss im Stuttgarter Landtag; siehe hierzu z.B., die entsprechenden Berichte in der ZEIT oder auch im Südgeschmierkurier.

Nach der Durchsicht der Berichte, bleibt die Frage:
Ja, was nun?
Entweder hat die Politik Einfluss auf den Einsatz genommen oder nicht. Man denke an "ein bisschen schwanger", geht ja auch nicht, oder man nehme Schrödingers Katze..., ok, kein gutes Beispiel, hahaha.

Und:
Wann übernimmt endlich mal jemand die Verantwortung für diesen unverhältnismäßigen Polizeieinsatz?
Mappus hat offensichtlich doch Einfluss auf den Einsatz genommen, diesen zumindest abgesegnet. Einmal Rücktritt bitte!
Ach, freue ich mich auf die nächste Wahl.
Wolf Hammann sollte ebenfalls zurücktreten. Mit was für einem Selbstverständnis ein derartiger Einsatz durchgezogen und im Nachhinein zu rechtfertigen versucht wird, spricht leider Bände. Nebenbei, Herr Hammann ist Honorarprofessor an der Universität Konstanz - ganz schön peinlich für die Uni und ihre Angehörigen, finde ich.

Wut des Jahres

Wutbürger also, ein Wort, das ich bis heute noch nie bewusst wahrgenommen habe, soll also das Wort des Jahres 2010 sein?
Das ist lächerlich.
Aber ich glaube sowieso keiner Jury, die ich nicht selbst geschmiert habe; da fällt mir gerade ein, dass ich das bereits im Jahr 2009 dachte. Damals war die Abwrackprämie offizielles Wort des Jahres, und gefühlt hätte es der unsagbar dumme Begriff der kriegsähnlichen Zustände sein müssen.

Donnerstag, 16. Dezember 2010

Nochmal zu Mappus´ EnBW-Deal...

...also ich muss schon sagen, selten so einen Unsinn gehört, was Mappus zum EnBW-Deal heute gestern im Landtag vorgetragen hat, ist wirklich mal wieder unfassbar.

Argument Nr. 1
Maßgeblich sei "allein der wirtschaftliche Erfolg unseres Landes, die Sicherheit unserer Infrastruktur und die Verlässlichkeit der Energieversorgung für unsere Bürger und unsere Unternehmen", so Mappus.
OK und warum hat das Land die EnBW-Anteile zuvor überhaupt verkauft? Galten damals etwa andere Maßstäbe?
Zugegeben, der Verkauf fand unter Erwin Teufel statt, der aber auch aus demselben CDU-Sumpf entsprungen ist, wie Mappus. Mehr muss man da kaum sagen.
Ich bin mir jedenfalls sicher, dass einige Leute damals gut an dem Verkauf verdient haben...
..so wie auch heute Dirk Notheis, Parteifreund von Mappus und Deutschlandchef der Bank Morgan Stanley.
Das Ganze ist jedenfalls ein Treppenwitz der Landes-CDU zu Lasten des Steuerzahlers.

Argument Nr. 2
Man habe den Deal nicht mit Zustimmung des Landtags machen können, da ansonsten die EnBW zum Spekulationsobjekt geworden wäre, der Kaufpreis hätte daher in die Höhe schnellen können.
Haben die keine Juristen am Start?
Meine Lösung wäre ganz einfach: Man verhandelt einfach den Kaufpreis und schließt einen Kaufvertrag unter der aufschiebenden Bedingung der Zustimmung des Landtags (auf Deutsch: Kaufpreis und Kaufgegenstand sind so schon fixiert, der Kaufvertag wird aber nur wirksam, wenn der Landtag zustimmt). Durch diese Vertragsgestaltung wäre eine spätere Preissteigerung durch Spekulanten ausgeschlossen.

Argument Nr. 3
Man habe den Deal nicht mit Zustimmung des Landtags machen können, da Electricité de France (kurz: EdF) die vollständige Vertraulichkeit zur Bedingung für den Verkauf gemacht habe.
Tja, warum wohl?
Weil es möglicherweise doch keine anderen Interessenten (man munkelte von Gazprom oder chinesischen Investoren) gegeben hat?
Oder weil der Kaufpreis einfach viel zu hoch ist (wie bereits Experten unken) und man eine öffentliche Debatte darüber vermeiden wollte?
Irgendwas werden sich die Franzosen schon dabei gedacht haben. Mappus & Co. haben sich wohl leider nichts dabei gedacht (oder womöglich wider besseres Wissen gehandelt).

Sieht der werte Leser an dieser Stelle bereits die Parallelen zu anderen Projekten, namentlich Stuttgart 21?
Es ist immer das gleiche im Ländle: Sumpf, Vetterleswirtschaft; Intransparenz schaffen, wo es nur geht; parlamentarische Diskussionen abkürzen oder mit Falschinformationen fehlleiten, usw.

Fazit: Mappus ist offensichtlich nicht lernfähig und möglicherweise auch beratungsresistent. Aus Stuttgart 21 hat er jedenfalls nichts gelernt. Man sollte Ihn von seiner politischen Verantwortung schnellstmöglich entbinden.

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Schneechaos

Jahrhundertwinter hin oder her, es ist bedenklich. Im Laufe der Nacht hat es in Konstanz etwa zwei bis drei cm Niederschlag geschneit und schon bricht heute morgen ein Verkehrs-/Schneechaos in der Stadt aus.
Räumdienst?
Fehlanzeige.
Nicht einmal die Bundesstraße wurde geräumt.
Schon an leichten Steigungen standen Lieferwagen mit durchdrehenden Reifen quer oder hatten zumindest alle Mühe das Fahrzeug unter Kontrolle zu halten.
Zur Erinnerung, ich erzähle nicht von Schneemassen, sondern von ein paar cm Niederschlag.

Das Ganze führt zu einer interessanten Theorie, auf welche ich gestern via fefes blog bei den NachDenkSeiten gestoßen bin.
Die Idee ist, dass die öffentliche Berichterstattung (mehr oder weniger) gesteuert ist um zu verschleiern, dass für den Winter- und Räumdienst (also z.B. Personal, Räumgerätschaften, Streumittel; aber auch sonstige Infrastruktur, Bahn, Strom, etc.) immer weniger öffentliche Gelder ausgegeben werden. Denn bei einem Jahrhundertwinter mit katastrophenartigen Ausmaßen, da kann man ja nichts machen, das ist ja gewissermaßen höhere Gewalt, da hilft auch ein gutausgestatteter Räumdienst wenig...
So die Theorie.

Free Harry II

Endlich.

(siehe die Pressemitteilung des BGH Nr. 238/2010; Urteil vom 15. Dezember 2010 – 1 StR 254/10)

Dienstag, 14. Dezember 2010

1.230.000.000 Euro

Ups, der EnBW-Deal wird schlappe 1,23 Milliarden Euro (s.o.) teurer als angekündigt (siehe SWR.de);
oder wie Horst Seehofer sagen würde "EINS PUNKT, ZWEI, DREI, Milliarden Euro" (denn er kann nämlich noch nicht
mal eine siebenstellige Zahl vorlesen, HIER zu bestaunen, via fefes blog).
Wieso muss ich plötzlich an Erdnüsschen denken?

Da sieht man mal wieder von was für Leuten man im Ländle regiert wird.
Mich wundert bei dem Sumpf hier eigentlich gar nichts mehr, traurigerweise.
Weiterhin kann man sich an zwei Fingern ausrechnen wie seriös das übrige Zahlenwerk ist, welches man aus Stuttgart präsentiert bekommt, man denke etwa an Stuttgart 21...

Schließlich wird es Mappus nach seiner Zeit als Ministerpräsident echt schwer haben, denn die Wahl zwischen einem super-bezahlten Job in der Baubranche, einem super-bezahlten Job im Energiesektor oder einem super-bezahlten Job im Bankgewerbe dürfte ihm schwer fallen. Der Plebs jammert und schimpft, aber mal ehrlich, DAS sind echte Probleme!

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Depesche aus Konstanz

Heute Kreditkartenvertrag gekündigt.
Tolles Gefühl.

Dienstag, 7. Dezember 2010

Brüderle über WikiLeaks

Es ist ja echt bezeichnend was unser Bundeswirtschaftsminister derzeit von sich gibt, man möge es sich auf der Zunge zergehen lassen:

"Manches, was ich Wikileaks da entnehme, erinnert mich an die Sammelwut, die früher Institutionen im Osten hatten, die Stasi dabei."


Nun, wer hat da eigentlich Daten gesammelt?
Achso, stimmt ja (u.a.), die USA.
Deswegen hat sich Herr Brüderle hiervon auch wieder distanziert...
...vermutlich hat er sich von seinen Beratern sagen lassen was er eigentlich gesagt hat...

(Quelle: Sueddeutsche -> LINK)

Samstag, 4. Dezember 2010

Gonzo: "Wetten dass...?"

Folgender Beitrag ist vom Gonzo-Stil geprägt, daher völlig subjektiv und sowieso Humbug:

Wie, schon wieder "Wetten dass...?"?
Ja, so ist das. Die Wochen vergehen wie im Flug, das gilt auch und gerade für die Vorweihnachtszeit.

Die Gästeliste flimmert über den Schirm, gewissermaßen drohend. Thomas Gottschalk betritt den Saal.
Jubel. Applaus.
Deutschland, Österreich und die Schweiz werden wie immer begrüßt.

Gottschalk rekurriert auf die Tattoo-Wette, genauer den Tattoo-Wetteinsatz, der letzten Sendung. Die Hunziker und eine Tattoo-Tante werden in die Sendung eingeführt. Hunziker zeigt ihr wirklich ästhetisch fragwürdiges Tattoo, die Tattoo-Tante sticht sie buchstäblich aus. Verschiedene Tattoo-Opfer werden gezeigt. Wann fängt die eigentliche Sendung an? Und wo bleibt die Einblendung "Dauerwerbesendung"?
Gottschalk verspricht, dass er sich irgendwann von der Tattoo-Tante piksen lassen wird und die Hunziker parodiert mit einem Gottschalk-Tattoo. Wie dröge.

Es wird die Stadt-Wette diskutiert (ah, die gute alte Tradition gibt es noch). Irgendwelche Düsseldorfer werden aufgerufen irgendwas zu tun. Am Rheinufer. Usw.
Gottschalk verspricht den Teilnehmern Glühwein, darauf muss ich auch bald umsteigen, wenn die Sendung keine Fahrt aufnimmt... oder vielleicht auch gerade wenn die Sendung Fahrt aufnimmt.

Otto Waalkes und Germany´s Next-NOT-Topmodel betreten den Saal und nehmen auf dem Sofa Platz.
Was mich am meisten erstaunt ist, dass Otto mit seinem mindestens 20 Jahre alten "Hollorähitii!!!" immer noch beim Publikum mehr oder weniger gut ankommt.
Es folgt: Werbung für einen Film.
(nebenbei denke ich an Exit Music (For a Film), könnte ich mal wieder auflegen)

Die erste Wette wird angekündigt.
Der Kandidat behauptet mit sog. Powerrisern -das sind wohl sprungfederähnliche Dinger, die man an, bzw. unter den Füßen trägt- über fünf Autos in vier Minuten springen zu können, wobei die Fahrzeuge immer größer werden.
Der Kandidat leitet einen Kirchenchor, ist smart, sieht gut aus; hat sogar seine Fans dabei, die ihn anfeuern. Die Hunziker:
"Das ist der Sohn der jede Mutter möchte"
OMG
SO einer ist das also. Hahaha.

Otto und seine Begleiterin meinen, dass er es schafft.
Topp, die Wette gilt!
Das erste Fahrzeug kommt angefahren. Interessant. Dramatische Musik wird gespielt. Er schafft es. Sieht relativ spektakulär aus.
Das zweite Fahrzeug: Der Kandidat nimmt Anlauf, tippelt irgendwie, offensichtlich erwischt er nicht den richtigen Absprungpunkt. Er läuft neben dem Fahrzeug vorbei. Dieses Fahrzeug wird somit geschoben, es ist ja noch Zeit.
Das dritte Fahrzeug: Passt.
Das vierte Fahrzeug: Der Kandidat stürzt schlimm auf das Gesicht. Es sieht übel aus. Die Hunziker ruft nach einem Arzt. Betroffenheit. Er liegt reglos auf dem Boden, die Kamera zeigt die Gesichter der Zuschauer. Stille.
Gottschalk: Bisher hat er es immer in den Proben geschafft!
Die Hunziker ruft nach einem Tuch, das vor dem Kandidaten, der offensichtlich immer noch behandelt wird, aufgespannt werden soll.
Ratlosigkeit.

Die Regie hat ein Band vorbereitet, das nun gespielt werden soll, während man nach dem Kandidaten schaut.
Es wird nun Musik gespielt; Auftritte aus vergangenen "Wetten dass...?"-Sendungen. Die erste Einspielung ist "Modern Talking". Ob das so das Richtige ist...
Von der einen Katastrophe zur nächsten. Übel.
Langsam macht sich auch auf meinem Sofa eine Mischung aus Betroffenheit und Entsetzen breit. Hoffentlich geht das gut aus.
Ich muss sagen, die Musikbeiträge verstören mich. Lauter jubelnde und klatschende Menschen.
Nun die Black Eyed Peas: "I´ve got a feeling, that tonight´s gonna be a good night".
Bitte?
Hoffentlich geht die Nummer gut aus.
Der nächste Beitrag: Ein Medley von Donna Summer.

Dass das in knapp 30 Jahren "Wetten dass..?" ein beispielloser Vorgang ist, muss wohl nicht gesondert festgehalten werden. Ich tue es dennoch.

Nun Boyzone "No matter what".
Am unteren Bildschirmrand folgt die Information als Laufband:
"Wir haben ´Wetten, dass...?´ wegen eines Unfalls unterbrochen. Die Sendung wird in wenigen Minuten fortgesetzt."
Zuvor hiess es nur "Wir haben ´Wetten, dass...?´ wegen eines Unfalls unterbrochen. Wir halten Sie auf dem Laufenden."
Ich hoffe, dass das ein gutes Zeichen ist.
Nun JLo.
Es folgt Phil Collins mit einem Medley.

Bryan Adams und Mel C.
"When you´re gone"
OMG

Jetzt Gottschalk mit einer Ansage.
Gottschalk bricht die Sendung endgültig ab.
In ca. 45 Minuten weiß man mehr über den Zustand von Samuel. Die Informationen werden in der anschließenden Sendung "heute journal" mitgeteilt. In der Zwischenzeit zeigt das ZDF irgendeinen Film.
Es ist ein harter Schnitt, aber ein Richtiger. Alles andere wäre in die Kategorie "Übel" bis "Makaber" einzuordnen. Insofern ist es auch korrekt keine endlose "Wetten, dass...?"-Musikdarbietungsschleife zu zeigen, die ungewollt geschmacklos ist (es handelt sich halt um eine MAZ, die für einen Störungsfall vorbereitet wurde, so vermute ich es zumindest mal).
Ich hoffe das beste für Samuel.

22:45 Uhr:
Im ZDF ist nun eine Live-Schalte mit Gottschalk zu sehen. Dieser erklärt, dass Samuel bei Bewusstsein sei, mehr könne und wolle er nicht sagen.

Das alles gibt reichlich Gelegenheit zur Spekulation, aber daran werde ich mich nicht beteiligen.
An dieser Stelle möchte ich mich von meinen Lesern verabschieden. Die Gonzo-Rubrik dieses Blogs intendiert Verständnis- und Erkenntnisgewinne und/oder wenigstens Erheiterung auf Basis einer mehr oder weniger seichten Samstag-Abend-Unterhaltung.
Vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse erscheint dieses Ansinnen geradezu lächerlich und hinterlässt den Zuschauer und mich als Schreiber zunächst fassungslos.
Ich hoffe, dass Samuel keine bleibenden Schäden davonträgt und wünsche ihm gute Genesung.

Good night and good luck.

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Neue Vahr Süd im TV

Man darf gespannt sein, denn heute wird im ARD um 20:15 Uhr die Verfilmung des Sven Regener Romans "Neue Fahr Süd" gesendet.
Wer wie ich das Buch gelesen hat, darf natürlich umso gespannter sein, da es mir als Quadratur des Kreises erscheint a) ein derart umfangreiches Buch in 90 Film-Minuten zu gießen und b) nach Christian Ulmen als Frank Lehmann bestehen zu können.
Aber ich freue mich.
(-> LINK zur Übersichtsseite der ARD mit Trailer, Interviews, etc.)

Freitag, 26. November 2010

Gamestop

Gestern in einem Videospielladen in der Stadt:

Ein (recht ahnungs- und ratloser) Kunde lässt sich von der Verkäuferin die in Englisch gehaltene Verpackung eines Videospiele-Controllers erklären.

Verkäuferin: (liest vor) "...Large Combat buttons for on-the-fly custom remapping."
Kunde: ?
Verkäuferin: "...das bedeutet, dass Sie, wenn sie Fliegen, die Einstellungen verändern können..."
Kunde: (noch ratloser) ???
Verkäuferin: "...mmmh, was das jetzt mit Fliegen zu tun hat, verstehe ich auch nicht."

Freitag, 19. November 2010

Harald Martenstein liest an der Universität Konstanz

Fast hätte ich vergessen, auf eine Lesung des vermutlich letzten Live-Rock´n´Rollers des deutschen Kollumnenwesens hinzuweisen; denn Harald Martenstein liest heute um 20 Uhr in A701 an der Universität Konstanz.
Fein.
(Siehe auch die Presseinformation der Uni)

P.S.: Hingehen! Wir seh´n uns!
P.P.S.: Wegen der großen Nachfrage ist die Lesung ins Audimax verlegt worden.

Nachtrag, 22:42 Uhr:
Zwei kleine und bescheidene Bilder der Veranstaltung (man möge die bescheidene Qualität der Bilder entschuldigen):




Vielen Dank an Harald Martenstein für die tolle und vor allem sehr amüsante Lesung. Natürlich auch besten Dank an die Leute, die die Veranstaltung ermöglicht haben.

"ARD-Korrespondent Rainald Becker kommentiert den Umgang mit der Terrorgefahr in Deutschland"

...selten so einen Unsinn im deutschen Fernsehen mitansehen müssen. Gestern wären mir vor der Flimmerkiste fast die nicht vorhandenen Kekschen aus der Hand gefallen...
Da plädiert der Kommentator Rainald Becker (SWR) in den gestrigen Tagesthemen tatsächlich für den Überwachungsstaat, Folter, etc.

Ein kleines Zitat:
"Ein Teil der Erkenntnisse die jetzt zur Terrorwarnung führten, kommt aus dem Ausland, auch aus den USA. Sie wurden ermittelt, weil dort die Gesetze schärfer sind, weil Methoden benutzt werden, die hierzulande erstmals zu langen politischen Debatten führen. Was Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der Bürger angeht, sollten wir uns an den USA orientieren.
Telefonüberwachung, Online-Durchsuchung, Datenspeicherung und ab und zu ein Fingerabdruck, das ist kein
Teufelszeug. Wer das nicht will, der kann sich ja Zuhause hinter dem Ofen verkriechen. Alle anderen Treffen sich demnächst auf dem Weihnachtsmarkt."

(Nachzusehen und -hören in der ARD-Mediathek ab 7 Minuten und 40 Sekunden.)

Zunächst einmal OHOHO, LANGE POLITISCHE DEBATTEN! Das ist ja unerhört, das sind ja fast schon demokratische Zustände! Das geht ja gar nicht. Politische Debatten....tzztzztzz, wo kämen wir da hin, wenn im Parlament tatsächlich debattiert würde?!? Da kämen vielleicht auch mal Gesetze dabei raus, die nicht von Lobbyisten, sondern durch sachgerechte Überlegungen geprägt werden, aber das nur nebenbei.
Weiterhin hätten es sog. Sicherheitspolitiker freilich gerne, wenn sich der freiheitsliebende Bürger hinter dem Ofen verkriecht oder wenigstens brav das Maul hält und alle paar Jahre ein Kreuz auf den Wahlzetteln macht. Aber so läuft es nicht. Die Leute werden sich erheben und sich so einem unsagbaren und zudem gefährlichen Unsinn widersetzen!
Ich frage mich ferner; wer will denn ernsthaft Zustände wie in den USA?
Das können nur Leute sein, die Grundrechte für lästige Feigenblätter von potentiellen Verbrechern gegen den Staat halten.
Schlussendlich muss ich dem ARD, wie dem SWR attestieren, dass man hier ein gefährliches Brandstifterspiel treibt.
Ist das noch Journalismus oder schon Staatsfernsehen?
Man weiß es nicht (den üblichen Hinweis "...und für so was zahlt man GEZ-Gebühren!", erspare ich mir, ob der Ernsthaftigkeit der behandelten Themen). Der Kommentar erinnert mich an Schäubles Zeiten als Innenminister. Im deutschen Fernsehen, habe ich jedenfalls noch nie ein derart unerhörtes Plädoyer für Guantanamo, Folter und den Überwachungsstaaat gehört

Sonntag, 14. November 2010

Jetzt bei Dittsche...

...die reine Vettelette, ma´ sagn´ jetzt, nech.

Mittwoch, 10. November 2010

Die Bielefeld-Taktik?

Es geht voran. Irgendwie.
Jedenfalls ist heute Abend zu beobachten, dass der S-Bereich auf Ebene 4 offensichtlich mittels baulicher Maßnahmen vom Rest des Gebäudes abgetrennt wird.

Siehe hierzu die Bilder, Stand 17:11 Uhr:



Das deutet möglicherweise (Achtung: Spekulation!) auf eine Bielefelder Lösung hin (ob Bielefeld überhaupt existiert möchte ich an dieser Stelle aus nahe liegendem Grunde ausklammern...). An der dortigen UB hatte man vor zwei Jahren ebenfalls ein Asbest-Problem, dieses war jedoch lokal auf einzelne Bereiche der Bib begrenzt, so dass man Teilbibliotheken öffnen und in den gesperrten Bereichen eine Reinigung durchführen konnte (siehe hierzu die Informationen zu Asbest in der Universität Bielefeld).

Eine ähnliche Lösung könnte man nun auch in Konstanz erwägen, je nach dem wie die Messergebnisse ausgefallen sind. Man darf gespannt sein.

Raumluftmessungen

In den Nebeneingängen zur Bibliothek werden derzeit Raumluftmessungen durchgeführt.

Hier ein Bild vom Bib-(Haupt-)Nebeneingang (der Eingang zum Informationsschalter):


Ferner zwei Bilder des Nebeneinganges auf C4:




Natürlich ist es zu begrüßen, dass endlich auch Messungen außerhalb der Bib vorgenommen werden, aber gerade die Raumluftmessung auf C4 (also vor dem J-Anbau) lässt möglicherweise (Achtung: Spekulatius!) schlimmes erahnen. Denn nach meinen Informationen sollten heute die Messergebnisse der J-Bib vorliegen. Wenn man nun die Aussagen vom Montag heranzieht (sinngemäß: "Außerhalb der Bib haben wir noch nicht gemessen, weil bisher keine Veranlassung dazu bestand..."), könnte dies (immernoch: Spekulatius!) darauf hindeuten, dass im J-Bereich Asbest gefunden wurde und man nun überprüft, ob dieses über die Nebeneingänge nach draußen gelangt.
Um das Panikpotential etwas runterzuschrauben, gehe ich aber zunächst mal davon aus, dass es sich bei den Messungen vor den Nebeneingängen um reine Vorsichtsmaßnahmen handelt.

P.S.: Wer die FAQs der Bib aufmerksam gelesen hat und mit den Aussagen der Informationsveranstaltung abgleicht, wird festgestellt haben, dass sich die Leerung der Schließfächer und Bücherwagen noch etwas verzögert.
Nachtrag 10:03 Uhr: Zumindest von einer Person weiß ich, dass diese bereits Ihr Schließfach in der Bib leeren durfte. Seltsam.

Dienstag, 9. November 2010

Gestatten Dr. Best, Dr. A.S.Best

Das sind übrigens die (unten genannten) Asbest-Schilder, die gefühlt an jeder zweiten Wand in der Uni zu sehen sind:


Und die Herren in den dazu passenden Anzügen waren soeben auch in der Bib vertreten:



Die Uni hat jetzt übrigens auch endlich eine eigene FAQ-Liste veröffentlicht, sie soll noch komplettiert werden.
-> LINK

Montag, 8. November 2010

Die Informationsveranstaltung oder der Asbest-GAU III

So. Das war sie nun, die Informationsveranstaltung zu den Themen Asbest und die Schließung der Bibliothek der Universität Konstanz. Anbei findet der Leser eine kurze Zusammenfassung der Informationen, sowie der gestellten Fragen, samt Antworten.
Ich gebe den Inhalt der Veranstaltung nach bestem Wissen und Gewissen wieder, kann hierfür aber keine Gewähr übernehmen. Meine eigene Auffassung und Kommentare sind als solche (in Klammern und/oder kursiv) ersichtlich:




Prof. Dr. Ulrich Rüdiger (Rektor der Universität Konstanz):
Herr Rüdiger stellte eine kurze Chronologie der Ereignisse an den Anfang seiner Ausführungen:
Am 28.10 seien bei Sanierungsarbeiten an den Belüftungsklappen erste Anzeichen einer Asbestbelastung gefunden worden. Daraufhin habe man eine Spezialfirma –die Firma Geopro GmbH- beauftragt, welche die Raumluft und einige Stellen in der Bib auf eine Asbestbelastung untersucht habe.
Am 5.11. um 10:30 Uhr sollen die Messergebnisse vorgelegen haben, eine Asbestbelastung sei in Kontaktproben festgestellt worden, nicht jedoch in der Raumluft. Bei dem gefundenen Asbest handle es sich nicht um das gleiche Asbest, das bei den Belüftungsklappen verbaut worden sei. Daraufhin habe man die Einsetzung eines Krisenstabes veranlasst, der für Pandemie, Amok... oder eben... Asbest in der Bib zuständig sei.

Man habe auf eine frühzeitige Informierung der Öffentlichkeit verzichtet um zu verhindern, dass möglicherweise kurzfristig 150.000 (potentiell belastete?) Bücher ausgeliehen werden.

Viele Fragen können derzeit noch nicht beantwortet werden. Der Krisenstab tage erst heute Nachmittag um 12:30 Uhr wieder, ließ Herr Rüdiger wissen.
Es müsse voraussichtlich der komplette Buchbestand (also ca. 2,5 Millionen Bücher) gereinigt werden. Diese müssten dazu einzeln in die Hand genommen werden.

Wie das mit den Klausuren sei, müsse man sehen.
Auf den Titel beste Bib des Jahres sei man jedenfalls nach wie vor stolz, und nach der Reinigungsaktion wolle man auch die sauberste Bib sein.

Nebenbei hält man wohl Kontakt zur UB in Bielefeld, die vor zwei Jahren das gleiche Schicksal ereilte. Man könne dort also auf deren Erfahrungswerte zurückgreifen.


Petra Hätscher (Direktorin der UB):
Die N-Bib (naturwissenschaftliche Bib) sei ab sofort 24 h geöffnet, dort seien auch Computer- und sonstige Arbeitsplätze verfügbar. Die dortige Infrastruktur könne genutzt werden.
Computer seien ferner im CIP-Pool in G 310 verfügbar, zumindest solange dort kein Unterricht stattfände.
Man sei ferner mit der HTWG in Kontakt, dort werde den Uni-Mitgliedern ein kostenloser Nutzerausweis mit Zugangsdaten (für die dortigen Rechner) zur Verfügung gestellt. Die PH Thurgau sei für den ein oder anderen Nutzer möglicherweise auch interessant.
Alle Drucker und Kopierer außerhalb der Bib seien weiterhin nutzbar. Man sei derzeit in Kontakt mit Canon und versuche kurzfristig weitere Kopierer/Drucker zu erhalten.

Alles was digital vorliegt solle verstärkt genutzt werden. Man verhandle mit Verlagen um die Bereitstellung von weiteren ebooks.
Die Fernleihe werde künftig erweitert, so dass auch Bücher die im Bestand der Uni seien, auch über die Fernleihe bestellt werden könnten.
Der Rückgabe und Mahnbetrieb laufe ganz normal weiter, dies gelte auch für Vormerkungen. Es solle künftig elektronisch sichtbar sein, welche Bücher vormerkbar und damit verfügbar seien.


Dr. Hannes Winter (Landratsamt Konstanz, Amt für Gesundheit und Versorgung):
Herr Winter stellte zu Beginn seiner Ausführungen klar, dass das was er zu sagen habe, auch weitgehend im Netz nachzulesen sei.
Daher verzichte ich auf eine Wiedergabe im Einzelnen, muss aber gestehen, auch wenn bisweilen der eine oder andere unfreiwillige Lacher dabei war, so richtig aufgemuntert haben mich die Aussichten aus gesundheitlicher Sicht nicht.
In aller Kürze:
Einen Grenzwert für Asbest gebe es nicht, theoretisch könne bereits eine Asbestfaser krebserregend sein.
Aber es sei ohnehin so, dass man ständig Asbest einatme...; Zitat: „Asbest ist ubiquitär“. Später stellte er klar: Auch außerhalb der UB sei in der Luft Asbest enthalten.
Für eine genauere Einschätzung seien weitere Informationen erforderlich, die durch weitere Messungen erhoben werden sollen.


Thomas Steiner (Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Konstanz):
Die Firma Geopro GmbH habe Untersuchungen angestellt bei denen 9 von 18 Kontaktproben eine Asbestbelastung ergebene haben. Die Proben habe man in verstaubten Ecken genommen.

Der Maßnahmenkatalog enthalte im Wesentlichen die folgenden Punkte:
1. Die Asbestquelle finden;
2. Eindämmen.
Es sei aber derzeit keine Aussage über die Dauer der Schließung möglich.


AStA:
Man wolle eine private Büchertauschbörse auf die Beine stellen.


Nun zu den Fragen und Antworten:

Wie sieht es aus mit Prüfungen, v.a. auch solche bei denen die Uni nicht der maßgebliche Ansprechpartner ist (Stichwort: Staatsexamen)?
Das wird noch besprochen, man kontaktiere z.B. auch das Landesjustizprüfungsamt.


Was ist mit den Gegenständen, die sich in den Bücherwagen befinden?
Die können herausgeholt werden. Hierfür soll man sich am Haupteingang der Bib melden, man wird dann von einem Mitarbeiter der Bibliothek zum Wagen geleitet.


Wie kann man Kopierkarten aufladen, die maßgeblichen Aufladegeräte befinden sich schließlich in der Bib...?
Im Buchbereich N (die naturwissenschaftliche Bib) kann man auch noch die Kopierkarten aufladen.
Zitat der zuständigen Dame: „Wir sind mit Canon am rumrennen.“


Was ist mit Asbest in anderen Bereichen der Uni?
Asbest ist in den 70ern viel verbaut worden, auch an der Uni. Deshalb gibt es auch einen „Astbestatlas“, aus dem ersichtlich ist, wo Asbest verbaut wurde.


Wer soll das bezahlen, wer hat so viel Geld... Also: Wie sieht es mit der Finanzierung aus?
Die Finanzierungsfrage ist noch offen, da erstmal die Sofortmaßnahmen im Vordergrund stehen.


Was ist mit den Datenbanken, die nicht über WLAN verfügbar sind?
Das ist ein Problem der Lizenzverträge, das noch zu klären ist. Man befindet sich also in Verhandlungen.


Was ist mit den ausgeliehenen Büchern, sind diese auch mit Asbest verseucht?
Wenn Bücher benutzt werden, also in der Tasche rumgetragen oder man gar darin blättert (!), dann verteilt sich das Asbest in der Regel über die Raumluft, so dass man wohl davon ausgehen muss, dass die ausgeliehenen Bücher selber nicht mit Asbest belastet sind...
Sollte man dennoch entsprechende Befürchtungen haben, kann man die Bücher in einer Tüte abgeben, diese sollen dann gereinigt werden.


Normalerweise wäre die Uni und damit auch die Bib über Weihnachten geschlossen, ist es möglich, dass die Bib bis Weihnachten wieder benutzbar ist und dann über Weihnachten geöffnet bleibt?
Der zeitliche Ablauf (also die Frage, wie lange die ganze Asbestsituation andauern wird) ist bislang noch nicht abzusehen. Aber man prüft den Vorschlag.


Kann man die Bücher selber reinigen? Mit Staubsauger oder einem feuchten Tuch?
Nein. Ein Staubsauger ist für Asbest denkbar ungeeignet, da dieser alles verwirbelt und man die Situation nur verschlimmert. Und ein feuchtes Tuch könnte die Bücher beschädigen.


Werden die Messdaten der Asbestmessungen veröffentlicht?
Wohl ja (aber so richtig wollte sich auch keiner festlegen).


Gibt es Besonderheiten für Schwangere und Kinder?
Es gilt das, was für jeden anderen Betroffenen auch gilt. Denn die Fasern bleiben in der Lunge hängen, daher kann durch Stillen das Asbest nicht weitergegeben werden. Kinder können die Fasern aber genau so über die Lunge aufnehmen.


Es wird nochmals auf die Bib in Bielefeld verwiesen und die Frage, ob dort die Bib wieder arbeitet?
Ja, die Bib konnte sogar recht schnell wieder ihren Betrieb aufnehmen. Fraglich ist, ob man die Analogie hierzu ziehen kann, da es vielleicht nicht dieselbe Situation ist, aber Kontakt nach Bielefeld besteht.


Warum ist der Hinweis, den man bereits am 28.10. hatte, nicht an die Öffentlichkeit gelangt?
Das war zunächst nur ein Hinweis, aber in erster Linie wollte man keinen "Run" auf die Bucher verursachen.


Wie sehen die Fernleihemöglichkeiten aus?
Man ist mit anderen Bibliotheken im Lande in Kontakt, und die Fernleihe-Anfragen aus Konstanz sollen bevorzugt bearbeitet werden und v.a. sollen auch Präsenzbestände (Gelbpunktbücher) über die Fernleihe nach Konstanz gelangen.


Wo genau ist Asbest gefunden worden, also in welchen Bereichen der Bib?
In S und G. Im S-Bereich in verschiedenen Etagen auf Regalböden.
Nicht im J-Bereich.
(zu einem späteren Zeitpunkt der Befragung wird sich herausstellen, dass man im J-Bereich noch gar keine Asbestmessungen angestellt hat...)


Wie sieht es mit den Kosten für Fernleihe aus (derzeit 50 cent)?
Man hat entschieden, dass diese weiterhin erhoben werden, weil sonst möglicherweise Mehrfachbestellungen eingehen. Das ist gewissermaßen eine „Schutzgebühr“.


Wann wurden zum letzten Mal Untersuchungen angestellt?
Es bestand kein Anlass für Untersuchungen.
(... ist klar, sind ja auch nur überall „Achtung Asbest“-Aufkleber auf den Wänden!)


Was ist mit den an die Bib angrenzenden Räumen?
Es kommt darauf an, was die Quelle für die Asbestbelastung ist. Wenn diese gefunden wurde, wird man sehen, ob und welche Maßnahmen zu ergreifen sind.


Kann der KonDoc-Dienst aufrecht erhalten werden?
Nein. Man muss auf Fernleihe und subito ausweichen.


Was ist mit den Bib-Mitarbeitern?
Es gilt dasselbe wie für die übrigen Nutzer, die sich länger in der Bib aufgehalten haben. Inwiefern Vorsorge bzw. nachgehende Untersuchungen erforderlich sind wird man noch schauen müssen. Hierfür sind weitere Messungen erforderlich.


Was ist Messungen außerhalb der Bib?
Die Thematik wird bearbeitet, aber eigentlich sieht man keinen Anlass für Messungen außerhalb der Bib. Vor sechs Jahren hatte man im Rahmen einer PCB-Problematik die letzte Überprüfung und damals wurde keine Belastung festgestellt.


Muss man als Lehrstuhlinhaber, der hunderte Bände am Lehrstuhl hat seinen Mitarbeitern verbieten mit den Büchern zu arbeiten?
Die Bücher bleiben in Zirkulation.
Die Bücher wurden noch nicht gemessen. (!)


Ist der Status "Exzellenz-Uni" gefährdet?
Den Themenbereich kann man wohl vom Asbestproblem separieren...


Wie sieht es mit Staatsexamina usw. aus?
Siehe oben. Noch unklar.
Staatsexamen: offen


In wie weit hängt das Lüftungssystem an der Uni zusammen?
Die Bib hat eine eigene Lüftung, die ist abgestellt.


Kann man das J-Gebäude öffnen und separate Ein- und Ausgänge einführen, damit dieser Teil der Bib wenigstens genutzt werden kann?
Im J-Gebäude wurde noch nicht gemessen.
Es wird gemessen und geprüft.
(Das dürfte den aufmerksamen Leser erstaunen, wurde oben doch noch behauptet, dass der J-Bereich frei von Belastung sei...)


Wieviele Bücher werden zu welchem Zeitpunkt nachgekauft, woher kommt die Finanzierung?
Es werden schnellstmöglich die stark frequentierten Bücher bestellt, nicht aus Studiengebühren. Wie die Finanzierung genau von statten geht wird noch geklärt


Die Fragen der Beteiligten sollen gesammelt und auf der Uniseite veröffentlicht werden. (Endlich.)
Ende der Veranstaltung war um 11:18 Uhr.

Fazit: Es ist erstaunlich wie wenig man derzeit verlässlich sagen kann.
Das Geheimnis der Verantwortlichen wird auch bleiben, warum man die Informationsveranstaltung nicht NACH der für heute Mittag/Nachmittag angekündigten (internen) Krisensitzung veranstaltet hat. Immerhin hat man oftmals vertröstend auf diese Sitzung verwiesen.
Erschrocken war ich über die widersprüchlichen Angaben zum J-Gebäude. Zuerst hieß es, das Gebäude sei nicht belastet, später stellte sich heraus, dass man das noch gar nicht überprüft habe. Da darf man nur hoffen, dass die Verantwortlichen nicht nach dem Motto „Was ich nicht weiß macht mich nicht heiß“ handeln. Daher ist meines Erachtens auch dringend eine Überprüfung der anderen Bereiche der Universität erforderlich.
Was man jedoch verlässlich sagen kann ist: Krisen fördern die Kreativität. Und zwar die der Verantwortlichen, wie auch die der Nutzer. Die Verantwortlichen haben die ein oder andere, wie ich finde, ganz pfiffige Idee um die Unbill etwas zu mildern, aber machen wir uns nichts vor: Wenn man die Bücher braucht, braucht man die Bücher, alles andere ist Stückwerk.
Bei den Examenskandidaten und sonstigen Betroffenen darf man meines Erachtens keine falschen Erwartungen wecken. Staatsexamina wird man nicht verschieben. Die einzige Möglichkeit ist es vor Beginn der Examensklausuren zurückzutreten, aber damit ist dem Kandidaten nicht geholfen, denn dann ist zwar das Examen verschoben, aber die Lebenszeit ist weg.



Nachtrag, 23:58 Uhr: Man arbeitet offenbar nicht nur in Konstanz an Lösungen für die Zwischenzeit, so ist etwa die UB Stuttgart am Samstag geschlossen. Zumindest interpretiere ich die Mitteilung der UB Stuttgart in diese Richtung: "Hintergrund:
Ein Großteil unserer Datenbanken wird für uns vom BSZ gehostet. Wegen dringender Arbeiten an der zentralen Netzwerkanbindung in Konstanz sind diese Datenbanken in der genannten Zeit nicht erreichbar."

Sollte dem so sein, vielen Dank hierfür. Möglicherweise handelt es sich aber um einen elektronischen Schluckauf, der im Zuge der Bib-Schließung und als Folge der Vernetzung der Bibloitheken im Lande entstanden ist... in diesem Falle, sorry.

Nach-Nachtrag, 9.11.2010, 15:28 Uhr: Scheint doch nur ein Server-Aufall zu sein.
Siehe hierzu die Meldung der UB Konstanz:
"Am Samstag, 13.11.2010 sind von 11 bis 17 Uhr keine Fernleih-Bestellungen möglich.
Grund: Ausfall des Verbund-Fernleih-Servers wegen Hard- und Software-Arbeiten des Bibliotheksservice-Zentrums Baden-Württemberg."

Samstag, 6. November 2010

Asbest-GAU II

Nach und nach mehren sich die Informationen über den Wandel der besten zur asbesten Bibliothek des Jahres:
Gestern habe ich erfahren, dass die Bibliothek der Universität Konstanz am Freitag um 17:55 Uhr geschlossen wurde. Per Lautsprecherdurchsage und ohne Begründung (!) wurden die Nutzer zum sofortigen Verlassen der Bibliothek aufgefordert, was bei dem ein oder anderen für eine verwunderte bis panikartige Gemütslage gesorgt hat (Stichwort: Bombenalarm?).

Die entsprechende Begründung erhielten die Mitglieder der Universität dann erst um 18:03 Uhr per E-Mail. Wer also zuvor seine für Prüfungen, Seminararbeiten, Examina, etc. erforderlichen Materialien nicht aus der Bib und den darin befindlichen Schließfächern gerettet hat, hat -Stand heute- erstmal das Nachsehen (Nachtrag; 7.11.2010, 13:15 Uhr: Betroffene sollen sich bei den Mitarbeitern der Bib melden. Immerhin ein Anfang.) . Sicher wird man eine Lösung finden, aber eine ordentliche Informationspolitik sieht anders aus.

Auf den für die Schließung der Bibliothek maßgeblichen Seiten der Universität (-> http://www.ub.uni-konstanz.de/a-z/s/status.html und http://www.aktuelles.uni-konstanz.de/bibliothek/)
finden sich zusehends weitere Informationen.
Indes bleiben mehr Fragen als Anworten.
Eine FAQ-Seite täte hier not.

Die Prioritätensetzung bei den Ansprechpartnern stößt bei mir auch auf Verwunderung:
Bei den Kontaktdaten sind zuerst die Medienvertreter aufgelistet, dann dürfen die Fragen zur Schließung der UB und ihren Auswirkungen ran und dann, ja dann, dürfen sich die Bedenkenträger aus gesundheitlicher Sicht melden.
Man mag mich als Haarspalter bezeichnen, aber etwas seltsam ist das allemal.
Ferner ist diese Informationspolitik reichlich uneffizient, gerade weil den jeweiligen Ansprechpartnern die maßgeblichen Fragen vermutlich mehrfach gestellt werden...
Habe ich schön erwähnt, dass eine FAQ-Seite hilfreich wäre?

Weiterhin, an der ein oder anderen Stelle in der Presse liest man davon, dass nach Angabe von Experten die gesundheitliche Gefahr nicht bezifferbar sei, aber man schätze sie als gering ein.
Das erscheint mir als Widerspruch.
Entweder man kann die Gefahren einschätzen oder eben nicht. Sollte das aber nicht möglich sein, wie kann man dann die Gefahren als gering einschätzen?

Die für mich maßgeblichen Fragen bleiben:
Inwiefern bestand für die Nutzer eine Gesundheitsgefahr?
Wo genau wurde die Kontaminierung festgestellt? Also: In welchen Bereichen, auf welchen Gegenständen?
Welche Untersuchungen hat man angestellt? Sind auch Untersuchungen in der Universität generell geplant?
(Schließlich ist bekannt, dass hier mutmaßlich ein Problem schlummert.... man betrachte die entsprechend markierten Wände...).
Was ist mit den bereits ausgeliehenen Büchern?
Wie geht der Betrieb weiter?
Warum wurden die Nutzer nicht vorab über die Asbestfunde und die möglichen Schritte informiert?
Und so weiter und so fort.

Sicher, die ein oder andere Frage kann nicht ad hoc beantwortet werden. Aber jedenfalls alle organisatorischen Fragen sollten so schnell wie möglich geklärt werden. Ich erhoffe mir da ganz besonders von der für Montag angekündigten Informationsveranstaltung einige Antworten.

Aber und auch das muss erwähnt werden, nach anfänglichen Pannen, so scheint es, befindet sich die Angelegenheit in zusehends geordneten Bahnen. Um nur ein Beispiel zu nennen: Der Betriebsarzt Dr. Manuel Fritz ist heute und morgen telefonisch als Ansprechpartner für gesundheitliche Fragen an der Uni zu erreichen. Also am Wochenende. Und derart überobligationsmäßiges Engagement der Verantwortlichen ist in dieser Angelegenheit nicht der Einzelfall.

So oder so, man darf auf die Informationsveranstaltung am Montag gespannt sein.
In diesem Sinne:
...die Show muss weitergehn´ auf Wiedersehn´.
Ich verabschiede mich bis zum Montag nach der Informationsveranstaltung.

P.S.:Nebenbei, wer sich in Pessimismus und Internet-Trolltum suhlen mag, dem sei ein Besuch der (Leser-)Kommentare auf den entsprechenden Themenseiten des Südkurier empfohlen (vgl. statt aller die Kommentare zu einem Artikel auf suedkurier.de, nebenbei sehe ich gerade, dass die "besten" Kommentare bereits z.T. von der Redaktion gelöscht wurden).

P.P.S.:
In der Hoffnung, dass eine Baldige Lösung gefunden wird erlaube ich mir eine humorige Film-Idee zum Besten zu geben. Schließlich eignete sich der Vorfall wunderbar für einen Heist-Movie, in welchem die Asbest-Konstaminierung von einer großen Suchmaschine vorgetäuscht wird, damit man in der Zeit der "Reinigungsarbeiten" heimlich die gesamten Buchbestände scannen kann. Eric S. wäre dann gewissermaßen Daniel Ocean und das Ganze wäre dann der langsamste Heist in der Filmgeschichte...

Gonzo: "Wetten dass...?"

Es ist wieder soweit, "Wetten dass...?", der Fernsehklassiker schlechthin, flimmert zum n-ten mal in unsere Wohnzimmer. Für mich endet die Sommerpause erst heute, da ich bei der letzten Sendung verhindert war. Eigentlich wollte ich ja mal eine Zusammenfassung schreiben, da ich mir die letzte Sendung aufgenommen habe, aber beim bloggen gilt: Aufgeschoben ist aufgehoben. Das ist schade, das prangere ich an, aber so sieht es aus.
Auch nach der (also: meiner) Sommerpause darf der folgende disclaimer (also: Haftungsausschluss) nicht fehlen:

Folgender Beitrag ist vom Gonzo-Stil geprägt, daher völlig subjektiv und sowieso Humbug:

Thomas "Wetten dass...?" Gottschalk betritt die Showbühne in Hannover. Hannover, denke ich, hoffentlich schauen die Scorpions nicht vorbei. Wie-dem-auch-sei. Der Herr der Sendung verspricht eine unterhaltsame Sendung, doch der erste Schocker lässt nicht lange auf sich warten. Gottschalk kündigt Christian Wulff an - und irgend ein Zuschauer, der ebenfalls den Namen unseres Dritter-Wahlgang-Bundespräsidenten trägt -so darf man zumindest vermuten-, steht auf und grüßt die Menge präsidial. Man schmunzelt, erleichtert.

Derweil betreten die Hunziker und ein Typ mit schlechter Perücke und 80er-Jahre-Porno-Outfit die Bühne. Gottschalk nennt die Hunziker auch schon mal Nicole, der ein oder andere sucht bei solchen Aktionen sicher den "Gefällt mir"-Button am Empfangsgerät. Ich hingegen bin amüsiert.

Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Lena Meyer-Landrut und der Schweighöfer werden aufs Sofa gebeten. Jetzt schon der Weltmeister im Schwergewicht, samt Frau... ich sag´ ja, Schlag auf Schlag.

Gottschalk meint, Hunzikers Tattoo habe er noch nie gesehen. Der Witz war gut, auch oder gerade weil er es ernst meint. Lenas Tattoo kennt er auch nicht, vermutet es aber am linken Fuß. Der nächste Zonk.
Es zahlt sich aus, wenn der Showmaster gut vorbereitet ist.
Es folgt das übliche Sofapalaver.

Die erste Wette; der Kandidat behauptet er könne mit einem Basketball acht Meter in zwei Minuten zurücklegen ohne den Boden zu berühren.
Da das die Kinder- bzw. Jugendlichenwette ist, stehen passenderweise (hoho) Lena und der Schweighöfer als Wettpaten bereit.

Top, die Wette gilt!
Die ganze Aktion sieht interessant bis bizarr aus. Die Familie hält "roll roll Stefan" Transparente in die Höhe. Im Bundestag hätte man sie des Saales verwiesen, das nur nebenbei. Am Ende der Wette steigt die Spannung, da die Zeit knapp wird, aber der Kandidat rollt in James-Bond-manier mit sieben verbleibenden Sekunden über die Ziellinie.
"Awesome", meint Lena. Bestimmt sucht auch sie den "Gefällt mir"- bzw. für Lena wohl den "Like"-Button.

Es folgen die unausweichlichen Sofa-Gespräche.
...und nebenbei wieder Werbung für einen Film.
Gottschalk: "Wann startet der Film?"
Lena: "Is´ schon! Is´ schon!"
Es geht nichts über gut vorbereitete Moderatoren. Van Gaal hätte schon den Saal verlassen (pun intended).

Nun die Außenwette, aus -nicht weit von hier- Villingen (!).
Der Kandidat behauptet mit einem Modellbuggy einen professionellen BMX-Fahrer auf einer BMX-Strecke abhängen zu können.
Derweil kämpft die Hunziker mit dem Schwennigen in Villingen-Schwenningen. Gut, eigentlich kämpft sie auch schon mit dem Villingen. There is no Schwenningen in Villingen, denke ich mir, oder so.
Herr Klitschko ist für den BMX-Fahrer, dessen Frau spricht sich für den Kandidaten aus.

Top die Wette gilt! (..nach Startschwierigkeiten, da die Abfahrtrampe die Bahn nicht freigeben will.)
Es erinnert mich an Micro Machines (das gab es mal als Videospiel). Sehr lustig das Ganze. In den Kurven kann der Buggy aufholen, doch in den Geraden fällt er ab.
Es folgt ein reines Photofinish.
Sehr seltsam. Das Bild zeigt den Buggy beim Zieleinlauf vorne. Nach der angezeigten Zeit hatte das BMX gewonnen.
Nun ja, die Diskrepanz hat keiner bemerkt und das Bildmaterial überzeugt mich auch mehr.

Der Einsatz wird fällig.
Die Klitschkos wollen einen russischen "Romanzz" darbieten, Gottschalk entsetzt: "Russische Romane haben 700 Seiten!!!".
Frau Klitschko: "Niacht Roman, RomanZZZ".
Herrlich.

Die erste Musikdarbietung.
Die Fantastischen Vier sagen "Danke".
Fein. Bei dem durchschnittlichen Wetten-dass-Musiker wäre ich jetzt Bier holen gegangen.
Aber sicher nicht bei den Fantas.

Gottschalk ist neidisch auf das Engelskostüm der Fantas und bittet Thomas D. und Smudo auf das Sofa. Nebenbei wird im Zusammenhang mit dem Kostüm auf Stuttgart 21 verwiesen. "Wir wollen nach oben, nicht nach unten", meint Herr D.

Der nächste Kandidat wettet, dass er 33 Kakteen mit der Zunge erkennen kann. Vier aus fünf muss er richtig erraten.
Der Wetteinsatz für Smudo und Thomas D.: Auf einem Nagelbrett "Mein kleiner grüner Kaktus" singen. Hoho.
Gottschalk ist -das muss erwähnt werden- ziemlich gut drauf, auch wenn er bisweilen recht verwirrt wirkt.
Die Dekoration ist -auch das muss einmal erwähnt werden, auch wenn es für so ziemlich alle Wetten und deren Dekoration gilt-
sehr liebevoll und detailreich gestaltet. Da lässt man sich beim ZDF nicht lumpen. Wo ist nochmal der "Like"-Button? Aber lassen wir das. Ich bin wahrlich kein Fratzebuch-Anhänger.

Top die Wette gilt!
Meine Zunge schmerzt schon vom bloßen Zusehen. Von solchen Wetten lebt aber die Sendung, wenn wir ehrlich sind.
En passant verulkt Gottschalk die Hunziker, die Vermutung liegt nahe, dass sie auch deswegen eingestellt wurde. Der Kandidat züngelt sich eifrig von Kaktus zu Kaktus. Lena wird schlecht, lässt sie verkünden und der Kandidat gewinnt.

Nun die übliche Autowerbung. Das ganze wird wie immer als Preis des Wettkönigs getarnt, sonst könnte das jemand tatsächlich für Werbung halten...

Es ist 21:25 Uhr und kein geringerer als Denzel Washington betritt den Saal.
Gottschalk bequatscht Denzel, man könnte doch einen "Deal" machen und "Wetten dass...?" in die USA holen, sehr lustig.
Auch Gottschalk bringt S21 auf die Tagesordnung: "In den USA versucht man einen fahrenden Zug aufzuhalten, die Deutschen einen Bahnhof." In solchen Situationen frage ich mich immer a) Was sagt der Dolmetscher dazu und b) Was denken die Stars dabei..?
Sei es drum.
"Außer Kontrolle" heisst Denzels neuer Film. "´Außer Kontrolle´ wäre auch ein guter Titel für die Sendung hier", meint Gottschalk. Haha, er hat recht und ich finds´ gut.

Die nächste Wette:
Der Kandidat behauptet, dass er eine Rampe so ausrichten kann, dass ein Motorrad (gesteuert von einem Wettkollegen) auf einem vorher definierten Punkt landen wird.
Der Kandidat bekennt: "Ich bin eine Rampensau".
Das ist zunächst einfache Physik, um es etwas spannender zu machen wird die Rampe von dem Wettkandidaten gehalten.
Das Motorrad landet in einem Sandbecken (so wie beim Weitsprung). Weit daneben. Der Kandidat meint er sei nicht bereit gewesen.
Der nächste Versuch...
ebenfalls daneben.
Gottschalk , dass man dem Kandidaten noch einen Versuch zugesteht (obwohl die Wette verloren wäre).
Der nächste Versuch: Diesmal nur wenige Zentimeter daneben, aber halt daneben. Denzel jubelt: Das passt, das passt!
Dann noch ein Versuch: Deutlich daneben.
Das war es. Schade. Aber: Zu Recht.

Denzel muss nun die nächste Musikdarbietung ansagen, am besten auf Deutsch, meint Gottschalk.
Durch Gottschalks Vorgeplänkel weiß ich schon, dass ich bald Bier holen gehen werde.
Jedenfalls macht Herr Washington das schon ganz gut. Und ich bin am Kühlschrank.
"Who owns my heart? Is it love or is it art?" fragt die junge Dame im Song. Die Kunst ist es nicht, das kann ich mit Bestimmtheit sagen.
Auf dem Sofa folgen die üblichen Platitüden und die junge Dame muss jede Menge Autogramme schreiben.
Damit es nicht langweilig wird, animiert Gottschalk die Herren Klitschko und Washington dazu auf dem Sofa etwas Schatten zu boxen... WTF? Keiner weiß so recht was gemeint ist, lustig ist es allemal.

Die nächste Wette wird von einer chinesischen Kandidatin dargeboten.
Die Kandidatin behauptet sie könne ein Bündel mit Geldscheinen allein vom Klang her auf vier Scheine genau zählen.
Gottschalk verulkt nebenbei die Kandidatin, ganz China und Atze Schröder. Ein klassischer Rundumschlag Gottschalk´scher Art.
Die Kandidatin möge sich die Scheine nach "Feng Schuh Art" zurecht legen, meint Gottschalk.

Top die Wette gilt!
Binnen 60 Sekunden zählt die Kandidatin einen großen Stapel Geldscheine, aus dem Gottschalk zuvor eine paar Scheine entfernt hat, durch.
Und mir fällt auf, dass ich die Wette wohl nicht richtig verstanden habe. Sei es drum.

Gottschalk überprüft den Zählvorgang durch eine höchstpersönliche Zählung der Scheine.
Ich kann nicht folgen, was Herr Gottschalk da zusammenzählt. Meine Nebensitzerin auch nicht.
Da fällt mir auf, dass Gottschalk nicht zählen kann!
OK, alles klar, die Hunziker muss ran.
Und mir fällt auf: Ich verstehe es immer noch nicht.
Jetzt schnall´ ich es: Die kann auch nicht zählen! Die hat immer nur bis neun gezählt, statt bis zehn. Ich lache mich kaputt. Am Ende muss die Chinesin für alle vorzählen.
FAIL.
Hoffentlich sieht das in China niemand.

An der Stelle fühle ich mich bemüßigt mich meinen Lesern, oder zumindest denen, die es bis hierhin durchgehalten haben, zu erklären: Es liegt weder an mir, noch am Bier; die Sendung ist tatsächlich so wirr.

Die nächste Live-Darbietung.
Die Blue Man Group.
Es ist schon manchmal verstörend, was im deutschen Fernsehen dargeboten wird.
Die Gäste aufm Sofa schauen ebenso verstört bis verwundert zu. Aber eigentlich ganz lustig, das Ganze.

Gottschalk proklamiert nun den Exodus der anglophonen Gäse:
"All the English speaking people are allowed to go home now, we will carry on in German."
Sehr seltsam, das Ganze; es wirkt wie ein Rausschmiss. Aber sei es drum. Der Flieger wartet nicht, meine ich.

Gottschalk rekurriert auf das Jahr 1983 (ich müsste meine Eltern mal fragen, ob ich diese Wette schon gesehen habe, ich vermute: Ja): Damals wettete der Kandidat, dass er seinen LKW (mit Holz beladen) auf einer Wippe binnen zwei Minuten für zehn Sekunden in die Balance bringen kann. Er scheiterte.
Heute ist bekanntlich das Jahr des Herrn 2010 und die Geschichte geht weiter, diesmal mit einem anderen Kandidaten und mit einem Bus voller Leute. Die Idee bleibt die gleiche.
Der Originalkandidat von 1983 ist auch wieder da und nimmt auf der Couch Platz. Herrlich. Das ist Nostalgie ohne den faden Beigeschmack der Vergangenheit.
Gottschalk scheitert auch daran auszurechnen, wie viel Jahre die Originalwette zurückliegt und stellt zu recht fest "Ich rechen´ heute nix mehr".
Nebenbei dissen alle vereint nochmal Miley Cyrus. (Die junge Dame bietet auch reichlich Angriffsfläche, so hiess es auf dem Sofa noch: "Die Fans sind mir das Wichtigste", ein paar Minuten später entfleucht sie und lässt achtlos alle Fangeschenke liegen... soso, die Fans sind das Wichtigste. Is´ klar.) Der Samstag Abend schweisst halt doch zusammen.

Top die Wette gilt!
(Es sei angemerkt: Der Wettpate Atze Schröder wurde gar nicht nach seinem Votum befragt...)
Fahrig geht es hin und her.
Die Zeit geht geht zur Neige, doch dann neigt sich der Bus in die Balance und verharrt dort für EXAKT zehn Sekunden!
Die Wette ist gewonnen. Fein.

Wieder Musik.
Ich frage mich, ob James Blunt auch Blunts raucht. Wohl kaum, sonst würde er vermutlich deutlich entspanntere Musik machen.
Auf zum Kühlschrank!

Die Musik ist durch, zurück zur Couch. Man disst wieder Miley. Herrlich. Es geht um Workouts und straffe Bäuche; Herr Klitschko: "Oahne Fleijss, kein Preijs!". Recht hat er.

Da fällt mir gerade ein: Wo bleibt eigentlich die Stadtwette?
Die gute alte Tradition, dass eine Stadt sich zusammenrottet um Gottschalk zu zeigen was ne Harke ist, wird man doch nicht aufgegeben haben?!?

Der nächste Kandidat wettet, dass er es schafft 1000 Kerzen binnen zwei Minuten auszupusten. Gottschalk wettet dagegen, der Verlierer muss sich, so der Einsatz, in der nächsten Sendung von Cat von D (nebebei: was macht die Tante bei "Wetten dass...?" ?) ein Tattoo stechen lassen. Oh je...

Top die Wette gilt!
Der Kandidat presst aus seinen Lippen eine Art Stoß/Druckluft und pustet so ganze Reihen von Kerzen auf ein Mal aus, lässt aber auch immer wieder ein paar Kerzen stehen, was ihm letztlich das Wett-Genick bricht, denn ein paar (zwei, drei) bleiben stehen. Schade.

Der Wettkönig soll gekürt werden.
Für gewöhnlich fällt mir die Einschätzung leicht, heute kann ich das nicht behaupten.
Dennoch mein Tipp: Das Rennen wird ganz knapp zwischen dem Buggy und den Kakteen entschieden. Tja nun wird eine Entscheidung schwer, doch ich lege mich fest, die Kakteen haben hauchdünn die Nase vorn.
Mal sehen.

Der Wettkönig/die Wettkönigin steht fest:
3% Weitsprung
10% Bus
11 % Geld (die Chinesin)
18 % Modellbuggy
26 % Kakteen
32 % Kerzen

Nun gut. Der König hat verloren und dennoch gewonnen. Mir schwant, dass das in erster Linie mit dem Wetteinsatz des Kandidaten zu tun hat. Aber gut. Er fährt mit einem Fahrzeug deutscher Provinizenz nach Hause.

Am Schluss gibt es noch "die Rose der Karpaten" (WTF?) für Frau Klitschko, so Gottschalk, , gemeint sind natürlich die üblichen Blumen.

Ein kleines Fazit: Ich wurde köstlich unterhalten. Bisweilen war es eine geradezu rauschhafte Sendung, eine Sendung mit Witz, Euphorie und auch reichlich Ausfallerscheinungen. Und das ist gut so. Im Grunde auch ein bisschen "Der Pate": "Gerade als ich dachte ich bin raus ziehen sie mich wieder rein" (just when i thought i was out they pull me back in").

Freitag, 5. November 2010

Asbest-GAU oder die Schließung der Bibliothek der Universität Konstanz

Soeben noch als Bibliothek des Jahres ausgezeichnet, heute mit sofortiger Wirkung geschlossen.

Die Begründung des Landratsamtes Konstanz, aus der Presseinformation:

"Am 28.10.2010 wurden das Landratsamt Konstanz und die Universität Konstanz durch Vermögen und Bau Baden Württemberg, Amt Konstanz, darüber in Kenntnis gesetzt, dass nach Sanierungsmaßnahmen an den Lüftungsanlagen der Bibliothek Hinweise auf Asbestfasern außerhalb des Sanierungsbereichs aufgefunden wurden. Daraufhin beauftragte die Universität Konstanz ein Fachinstitut mit weiterführenden Messungen. Das Ergebnis dieser Messungen liegt seit dem 05.11.2010 vor. Es wurden keine Asbestfasern in der Raumluft festgestellt, durch Kontaktproben wurden jedoch Asbestfasern an Einrichtungsgegenständen der Bibliothek nachgewiesen. Die genaue Ursache für das Auftreten der Asbestfasern ist bisher noch nicht bekannt.

Als Sofortmaßnahme zur Gefahrenabwehr wird die Bibliothek der Universität mit sofortiger Wirkung voraussichtlich für mehrere Wochen geschlossen und durch ein Fachunternehmen gereinigt. Erst nach einer anschließenden Messung, die den Nachweis liefern soll, dass die Reinigung erfolgreich war, kann die Universitätsbibliothek dann wieder genutzt werden. Ergänzend dazu wird ein umfassendes Sanierungskonzept erarbeitet."

(Vgl. auch die Pressemitteilung der Universität Konstanz, abrufbar unter http://www.aktuelles.uni-konstanz.de/bibliothek/)

Super. Toll ist vor allem, dass man als Nutzer erst über eine Woche später davon erfährt.
Und was ist mit den Büchern, die man daheim und im Büro stehen hat?
Und wie soll man nun Arbeiten, was ist mit der Bücherrückgabe, überhaupt der Verbuchung, etc.?

Am Montag morgen um 10 Uhr wird es im Audimax (und den anderen A-Hörsälen) eine Informationsveranstaltung des Rektors und weiteren Ansprechpartnern dazu geben.
Ich bin gespannt.

Freitag, 29. Oktober 2010

Facepalmer

a.k.a. Boris Palmer jetzt mal wieder live beim Schlichtungsschattenboxen.
Go Boris!

Sonntag, 17. Oktober 2010

A Reminder...

Übrigens: Heute 23:15 Uhr, -endlich- wieder Dittsche.

Nachtrag: Reines Burdinski Bräu, ma´sagn, nech.

Montag, 11. Oktober 2010

Soeben im TV...

...kommt/kam CSI NY und man hat doch tatsächlich den Fall der -Achtung Spoiler- Wattestäbchen-Phantomkillerin übernommen.
Allerdings sah der dortige Polizeichef bei der Pressekonferren nicht so bescheuert aus wie Innenminister Rech.

Interessant finde ich, dass sich der Fall bis in die USA zu den Serienschreibern rumgesprochen hat. Nun ja, eigentlich auch kein Wunder, bei so viel Inkompetenz... (die BBC hat immerhin auch damals darüber berichtet: link.)

Nebenbei, ein paar TV-Höhepunkte des Innenministers der Pleiten, Pech und Pannen:

-> "Scheisse, Bernd, es reicht mir, ich habe dieses Lotterleben satt..." (wer hätte gedacht, dass ein "Politiker" sich dazu hinreissen lässt bei einer PK aus Krautchan zu zitieren... "gegrillt pflegen", "gepflegt grillen" und "TOL", sag ich nur.)

-> Im Interview mit Frau Slomka im ZDF heute journal am 30.09.2010 zu den Ausschreitungen bei einer Demonstration gegen Stuttgart 21: "Kinder werden in vorderste Linie gebracht, instrumentalisiert..." Frau Slomka: "Reden Sie jetzt über das Schwäbische Bürgertum? Das klingt als würden Sie aus dem Krieg berichten..."

Und auch etwas heiteres:
Soeben ist auch eine Dokumentation im ARD über Chefärzte der Charité zu sehen, die mit einer "einfachen" digitalen Spiegelreflexkamera mit Videofunktion gedreht wurde. Interview mit dem Macher der Doku gibt es: hier.

Sonntag, 10. Oktober 2010

Ich schreibe wie...

Franz Kafka.
Sagt zumindest die FAZ (ok, genau genommen faz.net), zumindest wenn man meinen vorletzten Blogeintrag zugrunde legt.

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Bonaparte im Kula

Zur Abwechslung mal was Heiteres:
Bonaparte ist in einem kurzen Einspieler in der Bauerfeind´schen Sendung im Konstanzer Kulturladen zu sehen...
abrufbar entweder in der 3sat Mediathek als Einzeleinspieler oder im Rahmen der ganzen Sendung von Frau Bauerfeind in der ZDF Mediathek (ab ca 6 min. 16 sek.).

...und ich war nicht da. Warum eigentlich?

Die Geißel des Geißlers

Soso. Baustopp also.
Ein schlauer Schachzug, der nicht auf dem Mist der Landes-CDU gewachsen sein kann.
Aber was ist davon zu halten?

Meines Erachtens wenig, immerhin bleibt die Erkenntnis, dass sich Heiner Geißler als reiner Fuchs erwiesen hat. Durch die Darstellung als knallharter Verhandlungsführer, kann man später, wenn die Gespräche platzen, den S21-Gegnern den schwarzen Peter zuschieben. Schließlich hatte man den weltbesten Verhandler am Start und eine ernsthaft verhandlungswillige Landesregierung. Als Beweis kann man immerhin den Baustopp ins Feld führen, den Geißler der Bahn und Mappus "abgetrotzt" hat.
So wohl der Plan.
Wenn das auch nur einen Teil der Stuttgart 21-Gegner und unentschlossenen Bürger glauben...

Für Mappus ist diese Finte auch noch halbwegs vorteilhaft, denn der Baustopp wird vielmehr als Erfolg Geißlers gewertet werden, denn als seine Niederlage.
Weiterhin ist auch gar nicht geklärt inwiefern der Baustopp nicht zum Großteil den Juchtenkäfern und Fledermäusen geschuldet ist und insofern ohnehin angestanden hätte. Falls dem so sein sollte, kann man gleich den entsprechenden Baustopp taktisch einsetzen. Wie eben geschehen.

Klar ist auch: "ergebnisoffene Gespräche" anzukündigen und diese auch durchzuführen, ist ein Unterschied. Da Mappus seine Rolle zwischen Handreicher und Faust-auf-den-Tisch-Hauer noch nicht gefunden hat, ist auch nicht ernsthaft mit ergebnisoffenen Gesprächen zu rechnen. Das sollte auch Winfried Kretschmann, der gerade auf Mappus´ best buddy macht, erkennen, bevor die Angelegenheit auch an ihm kleben bleibt.
Denn wer imperiale Stromtrooper auf Renter und Kinder losschickt, dem ist nicht zu trauen. Einem Enzberger würde ich ohne hin nicht trauen und ich muss das wissen, denn ich komme aus der Gegend, aber das nur als Scherz am Rande.

Nachtrag, 20 Uhr:
Tja, so schnell geht das manchmal.
Geißler verkündet den Baustopp und Mappus weiß von nichts... und Bahnchef Grube... wer anderen einen Grube gräbt.
Aber mal kurz zusammen gefasst: Geißler ist bereits vor Beginn schon am Ende und kann eigentlich gleich wieder heimfahren. Ohne Verhandlungsmasse ist nichts zum verhandeln da.
Sag ich doch: Vertraue keinem Enzberger.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Mad Flo Fi

Mad Men beginnt heute (22:30 Uhr, auf zdf neo) im deutschen Fernsehen und auch wenn ich die Serie lieber auf Englisch sehe, ist das eine gute Gelegenheit um auf den kurzweiligen Mad Men-Avatargenerator hinzuweisen.
-> link

Hier mal mein Ergebnis:

Mad Flo Fi
Originally uploaded by Flo Fi

Freitag, 1. Oktober 2010

Unsinn, sprach die Polizeigewerkschaft

Heute morgen sprach im Radio jemand von der Polizeigewerkschaft zu den gestrigen Unruhen im Stuttgarter Schlossgarten, selten so einen Unsinn gehört, aber lest selbst; sinngemäß wiedergegeben (auf die Frage wie das denn sein könne, die Demonstration sei ja friedlich gewesen):
"Wissen Sie, mit dem Begriff `friedlich´wird viel Schindluder getrieben. Nur weil die Leute da sitzen und nichts machen, ist das noch lange nicht friedlich, denn die stören den Rechtsfrieden."

Geht es eigentlich noch?
Das sind unfassbare Vorgänge, finde ich.

Nebenbei, fand gestern im Schlossgarten offenbar eine seit langem genehmigte Demonstration von Schülern statt. Die durften sich dann fröhlich verprügeln und mit Reizgas versehen lassen. Ich hoffe das geht zum Verwaltungsgericht. Ach ja und bitte, liebe Schüler, gleich noch Strafanzeige stellen.

Donnerstag, 30. September 2010

Herr Minischterpräsident: Des wars.

Herr Mappus, treten Sie zurück solange es noch geht.
Es interessiert niemanden, ob der Polizeieinsatz heute bei im Stuttgarter Schlossgarten verhältnismäßig war oder nicht. Denn unabhängig davon, was man von der Causa Stuttgart 21 hält, ist das Versagen der Politik den Bürgern das Projekt zu kommunizieren evident. Und für diese Art der Konfliktbewältigung hat man außer in der CDU-Zentrale, nur in Nordkorea und vielleicht noch China was übrig, aber die Wähler vergessen das nicht so schnell. Und die Landesoberen haben immer noch gar nichts verstanden. Das ist kein Protest von Altlinken und Krawallos, die ohnehin schon den Baden-Württembergischen Polizeistaat kennen gelernt haben; das sind die Wähler.

So oder so: Ab hier wird eskaliert, Herr Noch-Ministerpräsident und Sie haben das zu vertreten. Der Wahlzettel wird die Rechnung sein.
Fehlt nur noch, dass man nach dem Platzverweis zum finalen Rettungsschuss ansetzt, Tian’anmen-Feeling im Schlossgarten. Aber, es ist ja alles verhältnismäßig, die Kollegen können alles bezeugen und überhaupt, es ist ja alles beschlossen und demokratisch legitimiert. Wer es glaubt...

Dienstag, 28. September 2010

Man wird ja mal fragen dürfen...

Präsident Medwedew machts vor; Frau Merkel, wann ist Wowereit fällig?

Man wird ja mal fragen dürfen...
...so unter lupenreinen Demokraten.

Wenn man antizyklisch investiert...

...sind locker Margen von 50% drin; bei einem Investment zur Unzeit natürlich auch "nach unten", also zum Nachteil des Investierenden.
Das wurde mir gestern klar, als ich beim Obi entdecken musste, dass die Umzugskisten meiner Wahl plötzlich (oh Wunder zum Monatsende, wenn alle umziehen) um 50% aufgeschlagen haben.
Dann halt nicht.
Und als ich an der Ecke mit der Säge vorbeikam wurde mir (schildkrötenmäßig) klar: "Das ist eine Schreinerei, eine riesen Schreinerei!"

Freitag, 24. September 2010

Türlich, türlich...

...sicher...

Donnerstag, 23. September 2010

Konstanz, I love you but you´re bringing me down

Heute vormittag in Konstanz:



Es geht wieder alles von vorne los.
Die Tage des Nebels kommen.
Es ist die Zeit in der die Sonnenanbeter depressiv werden und die ohnehin schon Niedergeschlagenen zu heimlichen Königen.
Es ist das Heimspiel derer, die durch den Nebel schreiten, der sie nach außen verhüllt, während er ihnen nach innen Gelegenheit zur klärenden Aussprache gibt.

Ach und übrigens:
"...like a rat in a cage, pulling minimum wage..."

Mittwoch, 22. September 2010

Irgendwo in Konstanz II

Wenn man in Konstanz auf Wohnungssuche ist, fällt einem zwangsläufig das ein oder andere Klingelschild auf, v.a. besonders übersichtliche wie etwa das Folgende:



...da hat eindeutig jemand die Liebe zur Multiplikation entdeckt, möchte man meinen.

Eines hab ich noch; mit Gesetzessammlungen wird der ein oder andere meiner Leser schon mal was zu tun gehabt haben, aber dass eine solche mal so groß wird, dass man ne ganze Wohnung dafür braucht... erstaunlich.



PS: Man beachte auf dem letzten Schild auch den oberen Namen, wer aus diesem Scherz jetzt kein Honigl ziehen kann, den bitte ich dennoch nicht Brun vor Ärger zu werden.

Genug gealbert. Zurück zur Arbeit.

Montag, 20. September 2010

Samstag, 18. September 2010

7:0

Ach, was wollte ich schon über die Situation des VfB Stuttgart in dieser noch jungen Saison schreiben. Der Frust war groß. Um so größer nun die Freude über den historischen Sieg. Die ganze Situation ist im doppelten Sinne VfB-typisch. Denn erstens haben große Siege gegen Mönchengladbach gewissermaßen Tradition. Und zweitens kennt der VfB seit langem nur den Lauf oder den Anti-Lauf, dazwischen passt anscheinend nur ein Blatt Papier.

In diesem Sinne, irgendwann werde ich vielleicht den alten Text mal von meiner Festplatte kratzen müssten, der nächste Anti-Lauf kommt bestimmt, aber bis dahin darf man sich getrost freuen.

Freitag, 27. August 2010

2:0

Man muss kein Fan sein um den FCK für solche Spiele zu lieben.
Herrlich.
Spätestens heute Abend ist die Mannschaft in der 1. Bundesliga angekommen.
Glückwunsch!

Donnerstag, 15. Juli 2010

Volle Kraft voraus...

Eine Minderheitenregierung ist ein reiner Drahtseilakt.
Diese Erkenntnis ist weder neu, noch besonders originell. Das Stichwort des Drahtseilaktes führt mich aber gleichsam zum wahrscheinlich besten Pop-Song des Sommers, wenn nicht des Jahres, nämlich "Tightrope" von Janelle Monáe.

Den Titel lege ich dem gewogenen Leser mit einer besonders spektakulären Performance auf DeinerRöhre ans Herz:
-> Link

Freitag, 2. Juli 2010

Vom Drei-Gänge-Präsident, der Bundesregierung und Windows-PCs

Die Regierung erinnert wieder einmal an einen Windows PC:
-> Einen Neustart nach dem anderen.

Dienstag, 29. Juni 2010

Free Harry

Der Fall Harry Wörz, jetzt gleich im TV (22:45 Uhr, ARD).
In einem Wort: Beispiellos.
(Zumindest in der Geschichte der deutschen Justiz, nach allem was man weiß)

(Nebenbei: Der Fall ist noch nicht abgeschlossen. Derzeit ist die zweite (!) Revision beim BGH anhängig. Peinlich für die Justiz, tragisch für Harry Wörz)

Montag, 28. Juni 2010

Was die Wahl des Bundespräsidenten mit Dönern zu tun hat...

...ist mittlerweile auch dem Stern aufgefallen.

Denn die Konstanzer Wahlfrau der SPD ist zugleich Inhaberin eines Dönerladens in der Nähe des Schnetztores.
Von der Qualität des Döners -wenn es in meinem Falle auch "nur" ein Vegetarischer war- habe ich mich gestern überzeugt.
Sehr empfehlenswert.

-> Link zum Artikel auf Stern.de (letzter Abschnitt).

Double Facepalm bei den Fallers

Die Woche beginnt mit einem Geständnis.
Ich gestehe, dass ich die Serie "Die Fallers" anschaue.

Das ist eine relativ belanglose, aber von mir sehr geschätzte Serie aus dem Leben einer Schwarzwaldfamilie im Dunstkreis von Landwirtschaft, Bürgermeisteramt, Vetterleswirtschaft und Stammtisch. Eine Welt, in der kaum etwas passiert und in der die Probleme, so es denn welche gibt, im Vergleich mit den Konflikten im "wahren" Leben derart gering scheinen, dass man sich in selbige, wie in eine warme Decke einwickeln könnte.

Dass man im Schwarzwald möglicherweise doch nicht so reaktionär ist wie vielleicht gedacht, zeigt die aktuelle Referenz zu einem Internet-Mem (oft auch als Internet-Phänomen bezeichnet).
Denn was der geneigte Zuschauer mit der letzten Folge der Staffel geboten bekam, war ganz groß.
Nämlich ein Double Facepalm -"Facepalm" auf Deutsch wohl (und mit diesem Übersetzungsversuch lehne ich mich das zweite mal am heutigen Tage aus dem Fenster): die Hand auf das Gesicht legen um dem Unverständnis/der Sprachlosigkeit Ausdruck zu verleihen- von Toni Willmann (Roland Frey) und Leo Vogt (Horst Hildebrand), als Reaktion auf die Kandidatur von Frau Marquardt-Siegel für den zweiten Vorsitz des zu gründenden Heimatvereins:

Double Facepalm bei den Fallers, Folge 659 "Vereinsgründung",

bitte zu Minute 26 und 28 Sekunden klicken (bis 26 Min. 37 Sek.).

PS: Weiterführende Links zum Thema "Facepalm"/"Doublefacepalm": knowyourmeme / urban dictionary.
(Der Klassiker schlechthin, da empfehle ich die Suchmaschine des Misstrauens zu benutzen: Das Faceplam von Picard und Riker in Star Trek - DIe nächste Generation).

PPS: Bei Roland Frey (vielleicht besser als deutsche Synchronstimme von "Joey" aus Friends bekannt) schließt sich gewissermaßen der Kreis, er ist nämlich -zumindest soweit ich weiß- Konstanzer.

Donnerstag, 24. Juni 2010

R.I.P.

Auch Absolute Giganten sterben.

Mittwoch, 23. Juni 2010

Sharing II

Die open source-Bewegung unter Metzgern:

-> open sulz

Sharing I

Die open source-Bewegung unter Grillern

-> open sauce

Mittwoch, 16. Juni 2010

Die großen Diktatoren...

...soeben im TV auf phoenix gesichtet:



(Man sehe mir das verwackelte Bild nach, aber ich konnte mich vor Lachen kaum auf dem Sofa halten)

Hopp Schwiiz!!!

Hopp Schwiiz!!!

Glückwunsch zum 0:1 Sieg gegen Spanien!
Das war unglaublich und zum Fingernägelabkauen.

Montag, 14. Juni 2010

Ein soziologisches Experiment

Meines Erachtens ein klarer Fall des unlauteren Wettbewerbs:



Aber ich finde es lustig.

Dass das "soziologische Experiment" über den schnellen Spaß am Biergartentisch hinaus durchdacht ist, darf bezweifelt werden, denn
1. ob es den Soziologen gefällt, wenn zu der Party tatsächlich (mehrheitlich) nur Juristen erscheinen?
und
2. was als "Kaution" beworben wird, ist wohl als Eintrittsgeld gedacht, denn Kaution bekommt man zurück...

PS: Ein bisschen Frustration scheint schon mitzuschwingen, immerhin lädt man zum Spiel "Hau den Juras" ein...

Samstag, 12. Juni 2010

Flohmarkt

Heute und morgen findet übrigens wieder mal der große Konstanzer Flohmarkt (grenzüberschreitend gehts in Kreuzlingen weiter...) statt.
Bis morgen 18 Uhr ist also Feilschen, Stöbern und über-Schnäppchen-freuen angesagt. Für mich war dieses Jahr leider nichts dabei.

Infos auf Konstanz.de

Donnerstag, 10. Juni 2010

Versammlungsfreiheit auf Konstanzerisch

Zunächst der kurze Hinweis: Ich war selber nicht auf der Demo und kenne die Vorgänge nur aufgrund des unten verlinkten Südkurier-Artikels.

"Polizei nimmt fünf Demonstranten fest", hieß es gestern auf Suedkurier.de.
Zusammengefasst: Es war Bildungsstreik in KN und daher eine Demo angesagt. In Folge kam es zu Zwischenfällen,
ich zitiere aus oben genannter Quelle:
"Nach der Demonstration ist es jedoch zu Zwischenfällen gekommen. Einige Teilnehmer haben eine Spontandemonstration veranstaltet, teilte die Polizei mit. Diese ist, im Gegensatz zum vorangegangenen Bildungsstreik, nicht genehmigt gewesen. Deshalb mussten Polizisten eingreifen und die nicht angekündigte Aktion sprengen."

Zu diesen Vorgängen muss ich schon sagen: Der Fachmann staunt, der Kenner wundert sich.
Denn (auch) Spontandemonstrationen sind grundsätzlich zulässig und unter freiem Himmel bedarf es auch keiner Genehmigung.
Daher kann es selbst für die angekündigte Bildungsstreik-Demo keine Genehmigung geben, weil soetwas eben nicht vorgesehen ist.
Punkt.
Aber in Konstanz und im Law-and-AffenOrder-Land Baden Württemberg hält man von Grundrechten offensichtlich nicht so viel. Und im Zweifel wird da halt mal eher die "Aktion gesprengt" und ein paar Leute eingebuchtet...

(Ich kann mir die Abläufe schon lebhaft vorstellen: "Des god ´it do, ungenehmigte Schpontandemo, von denne Bombeleger do, oder?!")

Als Betroffener würde ich sofort eine Klage beim Verwaltungsgericht einreichen, denn das Vorgehen der Polizei scheint -sofern man dem Artikel Glauben schenken kann- derart rechtswidrig...

Donnerstag, 3. Juni 2010

Bundespräsi der/die nächste

So, so.
Christian Wulff soll es also machen.

In Anbetracht der Drohung, dass Zensursula aka Zensuruschi Bundespräsidentin werden sollte, muss man eigentlich erleichtert aufatmen.
(Am Rande; mal wieder totale Realsatire was die BLÖDBILD rausgehauen hat: "Durch ihr Engagement in der Familien-Politik hat sich von der Leyen einen hervorragenden Ruf erarbeitet - ihr Spitzname: Mutter der Nation." Ganz klar.)

Dennoch haben es CDU/CSU und FDP -und damit in erster Linie Merkel und Westerwelle- versäumt einen "echten" Kandidaten vorzustellen.
Mit "echt" meine ich einen glaubwürdigen, altersweisen, honorigen Herrn (oder Dame), der die integrierende
Funktion des Bundespräsidenten glaubwürdig (!) wahrnehmen kann.
Ein Bundespräsident für alle Bürger also.
Ein Bundespräsident der die Themen der jeweiligen Zeit mit dem nötigen Nachdruck und Weitblick in das Gesichtsfeld der Öffentlichkeit und Politik rücken kann.
Ein Bundespräsident der... lassen wir das.
(Weiterführend empfehle ich, sich die ARD Brennpunktsendung vom 31.5. anzuschauen, die die Bundeskanzlerin Merkel zu Gast hatte und in welcher sich Frau Merkel über die Eigenschaften, die ein Bundespräsident haben sollte, ausgelassen hat. Christian Wulff hat so ziemlich keine der geforderten Attribute. Sicher, auf der anderen Seite darf bezweifelt werden, dass es DEN Idealpräsidenten gibt, aber eine bessere Annäherung an das Ideal wäre dringend erforderlich gewesen.)

Grade in Krisenzeiten braucht das Land einen "echten" Bundespräsidenten...
...und keine Sockenpuppe einer Partei oder Interessengruppe.
Und mal ehrlich: Wer soll bitte einen 50-jährigen (aus CDU/CSU-Gesichtspunkten ist das doch ein Milchbubialter)
als Bundespräsidenten erst nehmen? Schon qua Alter ist Wulff damit nach meiner Auffassung für das Amt ungeeignet.
(Ok, man könnte argumentieren, dass Walter Scheel auch erst 54 Jahre alt war, als gewählt wurde... aber mal ehrlich, das war eine ganz andere Generation, allein schon vom politischen Gewicht her. Früher konnte sich die FDP auch mit Recht FDP nennen. Heutzutage zweifle ich doch stark am D und auch am F der Partei... aber das ist ein ganz anderes Thema...)

Ein interessantes Geschmäkle hat der Vorschlag Wulffs auch aus dem Gesichtspunkt der Bezüge. Denn auch nach dem Ausscheiden aus dem Amt erhält der Bundespräsident seine vollen Bezüge weiter (ca. 250.000 €, nebst Aufwandsentschädigung, Wagen mit Fahrer, Büro, Sekretärin, etc. pp.). Die wird Christian Wullf auch in Anspruch nehmen müssen, denn als Bundespräsident a.D. verbietet sich die Rückkehr in die Politik oder irgendwelche unwürdigen Oligarchen-Pipline-Beraterjob-Deals. Wulff wird dann schätzungsweise 25, vielleicht sogar 40 Jahre lang seine vollen Bezüge erhalten. Nun ja, das nur nebenbei.

Fazit:
Das "dynamische Duo" Merkel/Westerwelle hat damit wieder mal versagt. Der Super-GAU (die Laienpolitikerin von der Leyen) blieb aus, der -vielleicht von manchen erwartete- Coup und Befreiungsschlag Merkels aber auch. Man muss sie nicht mögen um ihr in dieser Angelegenheit ein besseres Händchen zu wünschen.
Aber wer weiß, sollte Wulff gewählt werden, wird sich zeigen wie er sein Amt begreift, es wahrnimmt und ob er ihm gewachsen ist. Nach der Wahl "zählt es". Alles andere wird dann Vorgeplänkel gewesen sein.

Montag, 31. Mai 2010

Bundespräsi

So.
Der Rücktritt kam überraschend, war aber zugleich irgendwo vorhersehbar.
Schon länger stand Horst Köhler in seinen Reden und in seinem Handeln irgendwie neben sich, hatte ich den Eindruck.
Weiterhin finde ich, dass die Rücktrittserklärung, keineswegs den Rücktritt erklärt. Mal ehrlich, die Begründung, die Herr Köhler am heutigen Tage abgeliefert hat... das ist doch schwach, das kann ich nicht ernst nehmen.

Bin mal gespannt, wie die Nummer weitergeht in Sachen Nachfolger, Bundesversammlung und dergleichen.
Meine politische Glaskugel sagt, dass sich da eine Verhandlungslösung mit Rüttgers, NRW und Frau Kraft anbieten könnte...
Also: Rüttgers aufs Präsidentenaltenteil, dafür Frau Kraft als Ministerpräsidentin...
oder so.

(Auf so abwegige Aktionen wie des Teufels Koch aus dem politischen Nirvana ins Diesseits zurückzuholen, wird selbst die CDU hoffentlich nicht kommen, aber man weiß ja nie...)

Dienstag, 25. Mai 2010

Towel Day 2010!

...und schon wieder ist der 25. Mai, der als Towel Day begangen werden will.
Wie man aus dem Anhalter weiß ist, ein Handtuch stets sehr praktisch, was sich am heutigen, sehr warmen, Tage wieder mal als wahr herausstellen sollte.

Ein paar Bilder aus der Nachmittagspause:

Towel Day 2010

Towel Day 2010

Towel Day 2010

Towel Day 2010

Sonntag, 23. Mai 2010

Gonzo: "Wetten dass...?"

Folgender Beitrag ist vom Gonzo-Stil geprägt, daher völlig subjektiv und sowieso Humbug:

So. Es ist wieder soweit.
Gottschalk wird heute seinen 60. Geburtstag auf Mallorca feiern. Hoffentlich vergisst er nicht, dass er nebenbei noch eine Unterhaltungssendung zu bewältigen hat.

Standesgemäß reitet der Schaumaster auf dem Pferdchen in die Arena. Die Hunziker -von Gottschalk als Sancho Pansa angekündigt- muss sich dagegen mit einem Esel begnügen.
Ach ja zu den Klamotten: Gottschalk wartet mit Arztkittel und Paisleyhose auf. Eine Augenweide in Spiegelschrift.
Heute betrachte ich Wetten dass in HD, und muss sagen, der Blick ins Publikum schockt mich schon ganz schön.

Der erste Gast soll in die Arena-
Standing Ovations für:
Michael (aka Mischi aka die Wade der Nation aka der Knöchel der Nation) Ballack.

Man(n) nimmt auf dem Sofa Platz. Gottschalk bekundet Betroffenheit etc. pp.
Herrlich. Ballack meint Gottschalk habe keine Ahnung von Fußball (da er nicht mal genau weiß, welcher seiner Körperteile
verletzt ist; Anmerkung des Verfassers: der Knöchel, es war der Knöchel!!!). Recht hat er.

Auf das Boateng´sche Foul angesprochen gibt sich Ballack besonnen und diplomatisch. Gottschalk verteilt indes Ballack-Shirts, kann aber mit seinem Wurf kaum den Graben zum Publikum überbrücken.

Die erste Wette:
Der Kandidat wettet, dass er es schafft mit seinem BMX-Rad über 15 Hürden, je 85cm hoch, zu springen. Seine Füße dürfen den Boden dabei nicht berühren, zwei Minuten Zeit hat er für das Ganze.
Das Rad hat keinen Sattel... das gibt Gottschalk natürlich Diskussionsstoff.
Nun.
Topp, die Wette gilt!

Der Kandidat nähert sich den Hürden mit seinem Rad parallel an und springt dann mit einem "Huh", mal auch eine "Jaaahh" über die jeweilige Hürde. Dann Annäherung an die nächste Hürde, Sprung usw.
Mit 13 Sekunden Restzeit schafft er es über die letzte Hürde und lässt sich dann erschöpft vom Rad fallen.
Die Hunziker organisiert daraufhin die erste La Ola Welle für den Kandidaten (die meint, man solle eine "Hola" machen).
Kurzes Abschlussbriefing mit Gottschalk und dem noch kurzatmigen Kandidaten.
Ballack hat für den Kandidaten gewettet und insofern nichts zu befürchten.

Der erste Musikact des Abends tritt auf.
Zeit für Bier.
So. Das soll also die Fußballhymne dieser WM sein.
Da hat der Mischi aka Michael Ballack auf der Bank -pardon Sofa- sicher Gelegenheit zum Nachdenken.

Gottschalk fordert das Publikum zwischendurch auf mit seinen Kräften Haus zu halten. Man habe noch viel vor.
Man darf gespannt sein.

Danach kommt Dieter Bohlen -ebenso standesgemäß wie Gottschalk vorhin auf dem schwarzen Pferd- im silbernen Glitzeranzug aufm Quad in die Arena gebraust.
Großes Wiedersehen mit der Hunziker; O-Ton Bohlen "Sie hat alles was sie kann bei DSDS gelernt.". So viel kann das nicht gewesen sein, finde ich.

Die zweite Wette wird von der Hunziker vorgelesen:
Der Kandidat aus Ausburg (ich bin mir sicher, sie meint Augsburg) wettet, dass er rückwärts laufend auf einem Laufband
seine Klamotten in zwei Minuten und 30 Sekunden wechseln kann.
Gottschalk fürchtet indes, dass Bohlen den Kandidaten der das "Supertalent" abwerben könne... Bohlen flachst indes mit Michael Ballack auf dem Sofa. Worum es geht werden wir nie erfahren.
Der Dieter aka Didda soll seine Wettprognose abgeben. Zwischenzeitlich wird das Laufband auf sieben km/h eingestellt und vor dem Swimmingpool platziert, wohl um die Motivation des Kandidaten zu steigern.
Bohlen will das Ganze auch mal testen, sein Fazit: "Rückwärts is scheisse."
Das ist mal wieder derart prägnant formuliert, weswegen Bohlen von Sprachwissenschaftlern der Republik sicher wieder mit Preisungen überhäuft werden wird... oder so.

Topp die Wette gilt!
Je mehr sich der Kandidat entblättert, desto klarer wird dem Zuschauer, dass er das gar nicht sehen will. Schon gar nicht in HD!
Ich konzentriere mich auf meinen Computerbildschirm, es ist schließlich viel zu tun.
Das Gute an der Wette ist, dass es wieder Bergauf geht, denn der Kandidat muss sich schließlich wieder anziehen. So ist es zumindest vorgesehen.
So.
Der Kandidat obsiegt. Sieben Sekunden verbleiben dem Kandidaten, weswegen Gottschalk gleich die Verbindung zu James Bond ("007") herstellt.

Gottschalk macht daraufhin Werbung für irgendwas.

Der nächste Sänger tritt auf.
Huch. Mir fällt auf, ich habe kein Bier kalt gestellt. Ein Missstand den es zu beheben gilt. Lionel Richie versoundtrackt das grade wie ich feststelle: "What is happening here?!?"
So. Live (das mus man heutzutage ja fast schon gesondert feststellen).
Das Publikum ist hochaufgelöst bisweilen echt anstrengend anzuschaun.
Das Medley ist vorbei, doch das Publikum verlangt nach Zugabe. Das hat man auch nicht alle Tage.
Richie -der Routinier- regiert spontan und a capella.
Gottschalk triumphierend: "Er bleibt!!!", während er ihn zum Sofa geleitet.

Es folgt die übliche Sofakonversation.
(Bohlen: "Mark Medlock hat viele seiner Sachen gesungen. Er is der absolute Schmusekönich..." blabla usw.)
Es folgt eine Kinder- und Großvaterdiskussion... woraufhin Lionel Richies Tochter in die Arena gekarrt wird.
Daraufhin eine Haarfarbendiskussion. Argh!
Wann ist das Bier endlich kalt, fragt sich der Verfasser?!?
Es folgt eine Schuhdiskussion. Gottschalk meint, das müssten doch "Lobotskis sein, Big Lobotskis" (Anmerkung des Verfassers: Er meint eigentlich Louboutins).

Endlich folgt die nächste und damit dritte Wette:
Die -zierliche- Kandidatin wettet, dass sie mit einem 50 kg schweren Reifen 30 Hula Hoops drehen kann.
Immerhin habe sie mit ihrem Vater um einen neuen Satz Sommerreifen gewettet. Die Richies werden nun um eine Einschätzung gebeten.

Topp die Wette gilt!
Nach den ersten sechs Umdrehungen ist Feierabend. Aber es ist noch Zeit für einen zweiten Versuch.
Die Kandidatin muss noch ein drittes Mal ansetzen, von einer angebrochenen Rippe, die sie sich in der Vorbereitung zugezogen hat, schwer geplagt. Es sieht nicht gut aus.
Sie taumelt, wie ein angeschlagener Boxer. Die Stimmung steigt.
Der dritte Versuch. Die muss Schwung holen.
Der Reifen dreht und dreht sich.
Sie schafft es!

So. Wenn das nicht zu dem Satz Reifen nicht auch noch ein neues Auto dazu gibt...
man wird sehen.
Das Publikum ist in Extase. Gottschalk hat Schwierigkeiten damit klarzukommen, muss sich von der Hunziker beraten lassen, wie es weiter gehen soll. Ich würde einfach weiter moderieren. Aber gut.

Die nächste Musikeinlage.
Musikalisches fastfood, nomen est omen.
Mal schaun wie es um das in der Gefriere schlummernde Bierchen steht.
Es folgt eine kurze Diskussion, dass Mallorca aka Malle ja der südlichste Teil Deutschlands sei...
usw. Die Schottin (fast hätte ich Schrottin geschrieben) stimmt mit ein.

Der Schnurrbart der Nation -Horst Lichter- wird in die Sendung eingeführt.
Er steht an 18 Grills (ist dem geneigten Leser eigentlich schon mal aufgefallen, dass -wenn es ans Grillen geht- immer irgendwer den Griller vom Dienst mit folgender Frage nervt: "Sag mal, bist Du der Grillmaster? Doch das nur nebenbei.) und bruzzelt eine enorme Menge Würstchen. Vor jedem der Grills prangt das Emblem eines Bundesligafußballvereins.

Um die Grillzeit zu verkürzen treten diverse Komedians auf.
Cindy stellt sich bei Nicole Richie als die deutsche Paris Hilton vor.
Rick wird natürlich über die Griechenkrise ausgefragt. Etc. und so fort.

Jetzt wird dem geneigten Zuschauer auch der Sinn und Zweck der Grillaktion gewahr.
Es geht um die nächste Wette.
Die Kandidaten wetten, dass sie die Stadionwürstchen von jedem Verein aus der ersten Bundesliga erraten können. (Ob die Bayern ihre Stadionwürste vom Uli beziehen? Man weiß es nicht.)

Topp die Wette gilt!
So die Freiburger Wurst ist als erstes dran. (Einen schönen Gruß in den Breisgau, nebenbei.)
So. Richtig getippt.
Nun Nürnberg (da kommt halt der Lokalpatriot in Gottschalk zum Vorschein).
So. Die fränkische Wurst ist auch identifiziert.
Nun die Frankfurter.
Dürfte auch eher einfach zu identifizieren sein, sprach der Vegetarier. Haha.
Tja, jetzt kommt die Wurstprosa ins Spiel. Ganz groß. Das war aber nix. Es wurde Schalke getippt, vom Schalker. Peinlich.
Jetzt die Kölner Wurst.
Die Grilllegasteniker sind schon wieder auf falschen Dampfer - zunächst. Doch dann: FC Köln.
Gewonnen.

Es wird mal wieder ein Film beworben.
Dann: Sofageplänkel.

Die nächste Wette (die Chinawette, gewissermaßen):
Der Kandidat wettet, dass er einen Schwimmreifen mit seinem Ohr aufpumpen kann. Letzterer befindet sich unter Wasser und soll, so er denn mal aufgepumpt ist, einen Bierkasten an die Oberfläche befördern.
Er kommt -das wird nebenbei beim Vorgeplänkel geklärt- aus einem kleinen Dorf bei Shanghai (nur 5 Millionen Einwohner? Frage ich mich).

Topp die Wette gilt!
Wow, das sieht interessant aus.
Der Kandidat obsiegt.

Nebenbei Autowerbung. Klar.

Jetzt: Jeff Beck und Joss Stone.
Nebenbei machen Gottschalk, Cindy aus Marzahn, Dieter und Michelle Faxen, es soll sich hierbei vermutlich um einen Tanz handeln. Man weiß es nicht.
Joss lobt nebenbei Gottschalks Hosen. Gutgut.

Die nächsten Gäste betreten die Arena. Bzw. werden in selbige gekarrt.
Das übliche Sofageplänkel und damit meine ich Sofageschwafel.
Jetzt kommt das unvermeidliche "Happy Birthday"-Gesinge für Gottschalk. Laaangweilig. Dann Werbung für Almsicks Bademodenkollektion. Laaangweilig.
Passend zum Thema -aber völlig losgelöst von der eigentlichen Sendung- wird der Bikini im Wandel der Zeit gezeigt, anhand der Mädels von Germany´s Next Topmodel (wird mir grade zugeflüstert). Korrektur: Ich glaub nur die Pauline ist von GNT...
wasauchimmer.
Ich vermute ja darin ein Zugeständnis an Gottschalks Vorlieben für junge, leichtbekleidete Mädels.... aber vielleicht kommt ja noch die Überleitung zur nächsten Wette.

OK.
Die Überleitung zur nächsten Wette kommt nicht.
Dafür immerhin die nächste Wette (man darf ja nicht wählerisch sein).
Jetzt dürfte die Sendung gerne -nach diesem Tief- wieder an Fahrt gewinnen.

Die Kandidaten wetten, dass sie als menschliches Abschleppseil einen zehn Tonnen schweren LKW abschleppen.
(Einer davon ein "Motorradbekleidungsverkäufer", der andere Justizvollzugsbeamter, ein weiterer scheibt "ein Boch" -gemeint ist wohl Buch- "bin auf zehnte Seite", meint er)

Topp die Wette gilt!
Das sieht schon brachial aus.
Und nach ein paar Metern ist auch Feierabend. Man einigt sich auf einen weiteren Versuch.
(Ein Kandidat: Der hat zu viel Gas gegeben!)
Man schwört sich auf einen zweiten Versuch ein, mit Gebrüll und so. Gottschalk versichert sich des ordnungsgemäßen Gesundheitszustandes der Kandidaten, die Hunziker feuert nochmals an...
Das sieht auch auf dem heimischen Sofa enorm anstrengend aus. Ich trinke eine Schluck Bier auf die Kandidaten...
...welche die Wette gewinnen.
Feine Sache.

Oh je, der Rumäne der Nation tritt auf.
Ich wünschte ich hätte jetzt noch ein Bier im Kühlschrank, das es zu holen gilt...
Darauf folgt das unvermeidbare Sofageplänkel.
Argh.

Die Sendung neigt sich dem Ende, denn Gottschalk ruft zur Wahl des Wettkönigs auf.
Und -das muss man der heutigen Sendung lassen- die Wetten waren echt fein. Man möchte sogar fast meinen, dass sich Gottschalk die besten Wetten des Jahres für die heutige Sendung aufgespart hat.
Ich bleibe bei meiner früheren Einschätzung: Die Hoola-Hoop-Dame wird es machen.

So Lionel hat als einziger seine Wette verloren und soll nun bei einem Eselrennen teilnehmen. Aber ohne Gegner, das macht keinen Sinn.
Deshalb wird verhandelt, wer sich als Freiwilliger zur Verfügung stellt..
Also Maffay opfert sich. Das bittere an der Aktion ist, dass Maffays Esel so klein ist, das er -man möchte fast sagen SOGAR ER- mit den Füßen am Boden streift.

Kein weites Feld, sondern ein enges, was die Wahl des Wettkönigs angeht:

10 % Bratwurst
11 % Laufband
13 % Ohr
18 % Abschleppseil
21 % Rad
27 % Hula Hoop und damit Wettkönigin und Gewinnerin eines Autos...

Die Sendung endet mit Bohlens Schützlingen im Duett. Gähn. Aber gut.

Als Fazit muss ich feststellen: Die heutige Sendung gehörte definitiv zu den Highlights der jüngeren "Wetten dass...?"-Geschichte. Die Wetten waren sehr gelungen und abgesehen von einem Tief im zweiten Drittel war die Sendung zu Gottschalks sechzigstem Geburtstag ein gelungenes Fest. Ich bin hiermit -wie man so schön sagt- raus und bedanke mich bei dem gewogenen Leser, der es bis hierhin geschafft hat.